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DAS WIEN AKTUELL 13 Ausbildungspaket. Eine eigene Jugendstiftung ist ein wesent- licher Teil davon. Diese greift arbeitslosen Jugendlichen bis 25 Jahre unter die Arme und bietet ihnen eine zweite Chance auf eine Ausbildung, insbesondere in Zukunftsberufen wie Gesundheit- und Krankenpflege und Informa- tik. Außerdem soll jeder Lehrling in Wien einen Lehrplatz erhalten – wenn notwendig im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlings- ausbildung, die aufgrund der Krise im privaten Ausbildungsbereich dringend benötigt wird. Das Aus- bildungspaket sorgt dafür, dass zusätzliche Plätze für Lehrlinge geschaffen werden. Die Stadt Wien ist schon jetzt die größte Lehrlingsausbilderin und geht jetzt mit gutem Beispiel voran: Die Lehrplätze der Stadt werden von 150 auf rund 300 verdoppelt! Der Wiener SPÖ-Lehr- lingssprecher Benjamin Schulz fordert darüber hinaus noch mehr Engagement seitens des Bundes und der Wirtschaft: „Schaffen wir ausreichend Lehrstellen, damit unsere Jugend eine Zukunft hat!“ „Niemand wird zurückgelassen“ Aber nicht nur junge Menschen sind verstärkt von Arbeitslosig- keit betroffen, auch ältere suchen länger erfolglos Beschäftigung. Um speziell ihnen zu helfen, hat die Stadt bereits im Vorjahr die „Joboffensive 50plus“ für über 50-jährige arbeitslose Wienerin- nen und Wiener ins Leben ge- rufen. Diese erhalten durch eine einjährige Förderung eine neue Beschäftigungschance im Bereich der Gemeinde Wien, gemeinnüt- zigen Einrichtungen aber auch der privaten Wirtschaft. Diese Aktion wird nun ausgebaut und fortgesetzt. Dass die Stadt eine besondere Verantwortung trägt, das ist für Stadtrat Hanke klar: „Wir werden uns auch um jene kümmern, die als Verlierer aus der Corona-Krise aussteigen. Jeder kann sicher sein, dass er nicht zurückgelassen wird.“ Das wichtigste Instrument hierfür ist der Wiener Arbeitneh- merInnenförderungsfonds (waff). Dieser steht mit seinen Unterstüt- zungsangeboten für beschäftigte Wienerinnen und Wiener von Information und Beratung bis hin zu finanzieller Förderung in vol- lem Umfang bereit. 24 Millionen Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Unter anderem bietet der waff 1.000 Ausbildungsplätze für sichere Jobs im Gesundheits- und Pflegebereich an. Wien investiert weiter kräftig Denn eines ist klar: Die Corona- Krise ist noch lange nicht vorbei. Aber Stadtrat Hanke hat klarge- stellt, dass die Unterstützung von Arbeitslosen und von Menschen in Kurzarbeit Vorrang vor einer schwarzen Null im Budget hat. Nichts wäre kurzsichtiger, als ge- rade jetzt den Sparstift anzuset- zen. „Wir müssen uns aus der Krise herausinvestieren“, unterstreicht Hanke und verweist auf ein 2,1 Milliarden Euro schweres Investi- tionspaket in neue Bauprojekte. Investiert wird auch in den Kampf gegen den Klimawandel und Maßnahmen für die Klimawan- del-Anpassung. Darüber hinaus werden die Wiener Stadtwerke bis 2024 rund 4,7 Milliarden Euro im Bereich Energie und 2,2 Mil- liarden Euro in Öffis und Mobilität investieren. Möglich ist das alles, weil es Wien verstanden hat, in guten Zeiten „gut“ zu wirtschaften: So hat es die Stadt 2019 geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt zu errei- chenunddabei über 758Millionen Euro an Rücklagen aufzubauen. Damit ist Wien für die aktuelle Corona-Krise gut aufgestellt. Die Wien Holding hat 2019 mit einem Gewinn von 76,5 Millionen Euro überhaupt das beste Ergebnis ihrer Geschichte vorgelegt. Und mit 266 euen internationalen Fir- men-Ansiedelungen ist Wien der Wirtschafts-Magnet in Österreich. Insgesamt ist Stadtrat Hanke da- her zuversichtlich und sieht Wien auf einem guten Weg: „Ich bin überzeugt, Wien wird aus dieser Krise gestärkt hervorgehen! Die gut ausgebaute Infrastruktur und das soziale Netz erleichtern uns das Durchstarten, sobald die Gesundheitskrise hinter uns liegt. Wir werden weiterhin im Spitzen- feld der Metropolen Europas und der Welt bleiben!“ Bürgermeister startet „Joboffensive 50plus“ für ältere Arbeitslose Älteren Arbeitslosen wieder eine Perspektive zu geben, ist ein besonderes An- liegen von Bürgermeister Dr. Michael Ludwig. Deshalb initierte er im September 2019 die „Joboffensive 50plus“, die binnen weniger Wochen Hunderten arbeits- losen WienerInnen neue Arbeit im IT-Bereich, als Heimhilfen, SozialarbeiterIn- nen, AlltagsbetreuerInnen sowie SchulwartInnen und SchulsekretärInnen vermittelte. Hauptziel ist dabei, dass möglichst viele, die im Rahmen dieser Initiative einen neuen Job bekommen haben, auch über diesen Zeitraum hinaus weiter beschäftigt werden. Aufgrund des großen Erfolgs und auch den Auswirkungen der Coronavirus-Krise wurde das Projekt mittlerweile sogar aufgestockt, um noch mehr Menschen unter die Arme greifen zu können. Bürgermeister Michael Ludwig © Astrid Knie

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