Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 21 E ine neue Badewassertechnik im Rahmen des Energie-Ein- spar-Contractings sorgt nun für jährliche Einsparungen von 376 Mw/h Erdgas und 12.500 m3 Was- ser. Das entspricht rund 56.000 Euro oder 88 Tonnen Co2. Die Rückzahlung erfolgt ausschließ- lich im Wege der eingesparten Energie, die Vertragslaufzeit be- trägt 16 Jahre. Energie-Einspar-Contracting ist eine auch international bewährte Methode, veraltete Anlagen zu erneuern und weit mehr als die Hälfte an Wasser- und Energie- kosten einzusparen. „So profitie- ren nicht nur die Bäder, sondern insbesondere unsere Umwelt“, betont Bäderstadtrat Jürgen Czer- nohorszky. Das Strandbad Alte Donau punk- tet aber auch mit Attraktionen für alle Besucher: So wurde vor Kurzem ein zweiter Beachvolley- ballplatz errichtet. Neben dem 150 Meter langen Strand bietet das Strandbad Alte Donau auch ein Sportbecken, ein Mehrzweck- becken und ein Kinderbecken mit Kleinkinderrutsche. Zwei Beach- volleyballplätze, ein Fußballplatz sowie eine Fitness-Strecke sorgen für sportliche Abwechslung. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy lobt das großzügige Bäderange- bot in der Donaustadt. „Neben den kilometerlangen Stränden an der Alten und Neuen Donau sowie vielen weiteren Naturge- wässern freue ich mich, dass auch zahlreiche öffentliche Bäder hier beheimatet sind und allen Ziel- gruppen erholsame und vergnüg- liche Badetage bieten.“ Erste Bilanz Nach etwas mehr als einemMonat Badebetrieb unter besonderen Bedingungen habe sich der Bä- derbetrieb gut eingespielt, betont Czernohorszky. Auch aufgrund der Wetterlage im Juni seien die Besucherzahlen im Vergleich zu den Vorjahren eher bescheiden – bisher konnten die Wiener Bäder rund 300.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen. „Natürlich spielt auch die Zurückhaltung der Menschen aufgrund der Corona- Krise und die Beschränkung der Besucherzahlen in den einzelnen Bädern eine Rolle.“ Alte Donau: Neue Badewassertechnik Das Strandbad hat eine lange Tradition und gilt als Badeparadies. Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy besuchten das Strandbad Alte Donau © PID/VOTAVA D r. Franz Aller- berger, Arzt, Hygieniker und Abteilungsleiter in der staatlichen Gesundheitsagentur AGES, hat klargestellt, dass es in Österreich bis zum heutigen Tag keinen belegten Covid-Ausbruch gegeben hat, der auf einen Supermarkt zurückzu- führen ist. Was liegt also näher, als die Maskenpflicht für Supermärkte wieder einzuführen? Aber nicht nur in Supermärkten müssen wir wieder Masken tragen, sondern auch im Lebensmittelein- zelhandel, in Banken, bei der Post bzw. Pflegeheimen und Tankstel- lenshops. Dafür wurden gleich vier Regierungsmitglieder aufgeboten und das Terrain mit tagelangen An- kündigungen der Ankündigungen aufbereitet. „Bei der Regierung heißt es offensichtlich Inszenierung statt evidenzbasierter Maßnahmen“, kritisieren auch prompt die Neos die neuerliche Verpflichtung der Bevöl- kerung zumMund-Nasen-Schutz. Auch die FPÖ kritisiert wenig über- raschend die neuerliche Masken- pflicht. „Wenn der Bundeskanzler den ‚symbolischen Effekt‘ der Ge- sichtsmaske anpreise, zeige er damit einen ebenso überraschenden wie seltenen Anfall von Ehrlichkeit“, erklärte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. Denn außer Symbolik habe die Maske wirklich keinerlei Effekt, sondern sie sei reine Schikane, mit der man der Öffentlichkeit eine Art von Tätigkeit vorgaukeln, die Menschen aber vor allem in Angst versetzen könne, so dieMeinung der Freiheitlichen. Erfreut hingegen zeigt sich die SPÖ. Sie behauptet, dass die Regierung damit den Vorschlägen von SPÖ- Chefin Pamela Rendi-Wagner folgt, die bereits seit geraumer Zeit für eine Maskenpflicht eingetreten war. Das kann freilich ausgeschlos- sen werden und entspricht wohl eher der Selbstüberschätzung der Bundes-SPÖ. Wo die SPÖ mit ihrer Kritik wohl recht hat ist, dass es noch immer kein bundeseinheitliches Gesamtkonzept gibt. „Es macht überhaupt keinen Sinn, dass auf eine ähnliche Situation in Oberös- terreich anders reagiert wird als in Vorarlberg“, sagt dazu etwa SPÖ- Gesundheitssprecher Philip Kucher. Wichtig wäre allerdings, dass die künftigen Verordnungen der Bun- desregierung auch vor dem Ver- fassungsgerichtshof halten. Zuletzt hatte der VfGH Teile der Verordnung Anschobers, die das Betreten des öf- fentlichen Raumes und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nur für die vier Gründe Berufsarbeit, Hilfe, dringende Besorgung, Spazier- gänge (allein oder mit Haushalts- angehörigen) zulassen, geprüft und als gesetzeswidrig befunden. Auch die Verpflichtung, Gründe für das ausnahmsweise Betreten des öffentlichen Raumes bei einer Kon- trolle durch die Polizei glaubhaft zu machen, ging laut VfGH über die vom Gesetz vorgegebenen Grenzen hinaus. Wie dem auch sei, werden wir mit der Maskenpflicht noch einige Zeit leben müssen. Nach dem Motto: Hilft's nix, schadt's nix, ist das wohl eine unangenehme aber aushalt- bare Maßnahme, um Neuinfektio- nen hintanzuhalten. Seriöse und evidenzbasierte Gesundheitspolitik sieht jedoch anders aus. Mit der Maskenpflicht hat die türkis-grüne Regierung aber wieder ein PR-High- light gesetzt, das wohl über die eine oder andere unangenehme Geschichte hinwegtäuschen soll. Warumnur Supermärkte? Criticus 800.000 Stück www.das-wien.at ab 2. September JEDEWOCHE NEU

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=