Das Wien - E-Book

DAS WIEN KULINARIK 28 Kein Pardon von Edi Finger jun. D ie Fußballmeisterschaft ist trotz der vielen Probleme ge- schlagen. Die nächste Meisterschaft beginnt Anfang September. Sollte sich die Corona-Situation nicht grundle- gend verschlechtern, gehören die Geisterspiele der Vergangenheit an. Unter Auflagen wird man bis zu maximal, je nach Stadion, 10.000 Besucher einlassen dürfen. Für die Vereine gibt es jetzt die sogenannte Transferphase. Die teilweise finanzschwachen Clubs werden versuchen, mit Spieler- Verkäufen Bargeld zu lukrieren. Der neue und alte Meister Red- bull-Salzburg hat als erster Verein einen seiner Starspieler verkauft. Der Südkoreaner Hee-chan Hwang wurde an den Partner- verein Leipzig verkauft. Transfer- summe: 10 Mio. Euro. Er soll beim Schwesternclub Leipzig den nach England abgewanderten Timo Werner ersetzen. Der Stürmer wurde für 40 Mio. Euro nach Eng- land verkauft. Die beiden Wiener Großvereine Austria und Rapid haben große Finanzprobleme. Während die Wiener Austria einen finanzstar- ken Partner sucht, erwarten die Rapidfans den Verkauf einiger Spieler. Im Fokus sind die 3 Nach- wuchstalente Geiml, Arase und Demir. Wenn man für die Zukunft plant, ist der Weg mit den Verkäu- fen der besten Talente sicher der falsche. Beide Wiener Clubs haben durch den Bau ihrer Stadien große Fi- nanzprobleme. Bei Rapid spricht man von 12 Mio. Euro Schulden, bei der Wiener Austria soll es sogar noch ein bisschen mehr sein. Die finanzielle Rettung liegt sicher in der Teilnahme an einem Europacup. Rapid und seine Probleme mit den Ikonen D er x-fache österreichische Fußballmeister Rapid und seine Funktionäre müssen endlich aus dem Dauerschlaf erwachen. Die Gruppe um den neuen Präsi- denten will einfach nicht mit den großen Rapid-Ikonen zusammen- arbeiten. Das Schicksal hat ihnen aber jetzt unverdient eine neue Chance eröffnet. Der Rekord- Internationale Andreas Herzog ist frei und könnte sofort bei Rapid einspringen. "Herzilein" als Rapid- Sportdirektor wäre für Fans, Spie- ler und Öffentlichkeit ideal. Leider sind die Rapid Funktionä- re auf Tauchstation gegangen. Schweigefunktionäre der Sonder- klasse. Selbst der Austritt des ehemaligen Weltklassefußballers Gustl Starek hat Rapid nicht wachgerüttelt. Starek hat seine bezahlte Mit- gliedschaft wegen der Inak- tivität der Rapid Funktionäre zurückgegeben. Kein Echo aus der Führungseta- ge der Hütteldorfer. Man lebt weiter in den Tag hinein, ohne sich durch Kritik aus der Ruhe bringen zu lassen. Man hat eindeutig das Gefühl, die Rapidführung lebt den Traum, „mir san mir“ und uns kann nie- mand beeindrucken. Schade, Rapid hätte sich eine bes- sere Führung verdient. Eines kann man jetzt schon vorhersagen. Die grün-weiße Freunderlwirtschaft wird weiter gehen und man wird alles machen, damit "Herzilein" nicht zurückkehren kann. Video Schiedsrichter lässt weiter auf sich warten D er Videoschiedsrichter ist in al- len großen Ligen des Fußballs Selbstverständlichkeit. Aus unver- ständlichen Gründen schafft die Fußball-Bundesliga es nicht diese moderne Technik endlich auch in Österreich zu installieren. Offen- sichtlich entscheiden die falschen Funktionäre am falschen Ort. Es gibt immer wieder Ausreden, warum es immer noch nicht ein- geführt ist. Auch bei der nächsten Meisterschaft bleiben wir Fußball- Provinz. Ausrede heuer: die Corona-Pan- demie. Zuwenig Zeit, um die neue Technik auszuprobieren. Es wird endlich Zeit, dass man auch in der Fußball-Bundesliga personelle Konsequenzen zieht. Besser heute als morgen, aber wahrscheinlich ist die Sommerpause den Funktio- nären heilig. Neuer Termin für den Start der Videotechnik: nach der Meisterschaft 2021. Damit raubt man unseren Schiedsrichtern die große Chance internationale Spitzenspiele sowie Weltmeisterschaft und Europa- meisterschaft zu begleiten. Dank der Bundesliga bleiben wir Fuß- ball-Provinz. Weiter warten heißt es bis mindestens Herbst 2021 auf den VAR. Österreich bleibt eine Fußballprovinz.

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