Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 6 S eit Mitte der 50-er Jahre sorgt die Thermalquelle in Oberlaa für Heilung und Entspannung. Ab 2022 hat die Therme Wien, an der auch die Wien Holding beteiligt ist, noch einen weiteren Zweck: Wien Energie nutzt die Restwärme des Thermal-Abwassers mittels Wärmepumpen zur Fernwärme- gewinnung. Rund 1.900 Haushalte in Oberlaa können dann mit der klimafreundlichen Wärme ver- sorgt werden. Das spart jährlich etwa 2.600 Tonnen CO2. Wien Energie investiert rund 3 Mio. Euro in das Projekt, 2022 wird die An- lage in Betrieb gehen. Schon jetzt ist Wien das Bundesland mit den geringsten CO2-Emissionen pro Kopf. Das ist kein Zufall. Die Stadt hat die Weichen dafür bereits vor 20 Jahren mit dem ersten Klima- schutzprogramm der Stadt Wien (KliP) gestellt. 50 Maßnahmen für ein CO2-neutrales Wien Die Abwärmenutzung aus der Therme Wien fügt sich nahtlos ein in das erst kürzlich von Bür- germeister Michael Ludwig und Stadträtin Ulli Sima präsentierte Paket mit 50 Maßnahmen für ein CO2-neutrales Wien. Das Paket beinhaltet Projekte von der um- weltfreundlichen Mobilität bis hin zur Abfallvermeidung und dem massivenAusbau der erneuerba- ren Energien. Das Herzstück des Wiener Wegs ist die Vernetzung der Bereiche Strom, Wärme, Ver- kehr und Abfallentsorgung. Ziel ist es, dass in Zukunft nicht mehr CO2 produziert wird, als in der Stadt z.B. durch Bäume gebunden werden kann. In Energiebereich investiert Wien Energie bis 2030 1,2 Milliarden Euro in den Aus- bau erneuerbarer Energien, unter anderem durch den Bau neuer Photovoltaikanlagen auf einer Fläche, die 600 Fußballfeldern entspricht. Und Europas größte Wärmepumpe entsteht amGelän- de der ebswien Hauptkläranlage in Simmering. Allein mit der Großwärmepumpe an der Hauptkläranlage werden wir 106.000 Wiener Haushalte – das ist mehr als ganz Favoriten – mit umweltfreundlicher Wärme versorgen können. Das spart 210.000 Tonnen CO2 jedes Jahr. Heizen als zentraler Hebel für klimafreundliches Leben Die Abwärmenutzung bei der Therme Wien ist eines von meh- reren Projekten von Wien Energie, um die Fernwärme noch umwelt- freundlicher zu machen. Insge- samt werden in den kommenden Jahren über 200 Mio. Euro in Projekte zur Abwärmenutzung investiert. Denn wie das Heizen von Gebäuden gestaltet wird, hat wesentlichen Einfluss auf den Erfolg der Klimawende – denn der Wärmesektor ist in Österreich etwa für die Hälfte des Endener- gieverbrauchs und für 40 Prozent der CO2-Emissionen verantwort- lich. Wien Energie betreibt gemeinsam mit den Wiener Netzen über ein 1.200 Kilometer langes Fernwär- menetz in der Stadt und versorgt darüber knapp 410.000 Haushalte und 7.200 Großkunden. So funktioniert die Thermen- Heizung in Oberlaa In einem erweiterten Technik- raum in der Tiefgarage der Ther- me werden zwei Wärmepumpen mit direktem Anschluss zum ge- sammelten Abwasser der Therme Wien errichtet. Das Prinzip der Wärmeerzeugung funktioniert wie bei einem Kühlschrank – nur umgekehrt. Zwei Wärmepumpen nehmen die Restwärme aus dem Thermal-Abwasser auf (ca. 30 Grad Celsius) und wandeln diese in Fernwärme mit bis zu 85 Grad Celsius um. Die erzeugte Wärme wird direkt in das lokale Fernwär- menetz in Oberlaa eingespeist. Klimamusterstadt Wien – aus Badewasser wird Fernwärme! Vom Badevergnügen in der Therme Wien zu den Haushalten in Oberlaa. 100 Prozent erneuerbare Fernwärme-Zukunft! Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie, Stadträtin Ulli Sima und Edmund Friedl, Geschäftsführer der Therme Wien beim Medientermin "Zukunft Fernwärme" in der Therme Oberlaa. ©PID/Christian Fürthner Die Wärmeversorgung ist einer der größten Hebel amWeg zur Klima- musterstadt. Deshalb setzen wir auf klimafreundliche Fernwärme. Stadträtin Ulli Sima Das Projekt wird mit Mitteln des Bundes- ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert. " " " "

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