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DAS WIEN AKTUELL 23 Kurz und Knapp ... A m Standort Grundäckergasse 14 im zehnten Wiener Ge- meindebezirk errichtet die Wiener Infrastruktur Projekt GmbH (WIP), eine Tochtergesellschaft des Wien Holding-Unternehmens WSE Wie- ner Standortentwicklung, eine 13-klassige, ganztägig geführte Volksschule und eine 12-klassige, ganztägig geführte Neue Mittel- schule. Durch die U1-Verlängerung bis nach Oberlaa und die damit ein- hergehenden Bauaktivitäten, insbesondere den Neubau von Wohnhausanlagen, ist der Bedarf an neuen Pflichtschulplätzen in diesem Bereich gestiegen. In der Grundäckergasse 14 haben die Bauverantwortlichen jetzt die Dachgleiche für den Neubau einer Volksschule und Neuen Mittel- schule gefeiert. Die WIP realisiert das Projekt im Auftrag der Stadt Wien – Wiener Schulen in enger Kooperation mit der Wiener Stadt- baudirektion. Für die Gestaltung zeichnet das Wiener Büro Schlu- der Architektur nach einem von der WIP durchgeführten Realisie- rungswettbewerb verantwortlich. Vier Geschoße und viele Freiräume Im neuen Schulgebäude werden sechs Bildungs-Cluster, ein Krea- tiv- und ein Sportbereich, eine Küche inkl. Speisesaal, die Verwal- tung sowie sämtliche Nebenräu- me untergebracht. Insgesamt wird das Projekt auf einer Bruttogrund- fläche von 10.120 Quadratmetern realisiert. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant. Die Schule kann somit rechtzeitig zum Start des Schuljahrs 2020/2021 in Be- trieb genommen werden. Das Hauptgebäude wird vierge- schoßig in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, liegt damit parallel zu den westlichen Wohnbauten und definiert mit diesen ein Portal zum neuen Wohnquartier. Der eingeschoßige Turnsaaltrakt liegt im rechten Winkel zum Haupt- gebäude und schließt damit einerseits die städtische Kante zur Grundäckergasse, anderer- seits wird damit ein geschützter Schulhof geschaffen, der sich mit den nördlichen Freiflächen der benachbarten Liegenschaft ver- bindet. Das Schulgebäude wird über zwei Eingänge erschlossen: ein zentraler Haupteingang über den Vorplatz an der Grundäckergasse und ein Nebeneingang über den autofreien Weg aus dem Wohn- quartier im Westen. Zwei zentrale Stiegen erschließen das Schul- gebäude vertikal. Im zweiten Obergeschoß werden jeweils zwei Cluster sowie die Department- räume – die „Flexräume“ – des Kreativbereichs untergebracht. Dieser funktionalen Anordnung liegt die Idee zu Grunde, auch bei Adaptierung bzw. Erweiterung der Schule die Departmenträume in den jeweiligen Cluster integrie- ren zu können. Jedem Cluster ist eine Freiklasse in Form von Balko- nen bzw. Terrassen zugeordnet, um welche die multifunktionalen Flächen erweitert werden können. Gleichenfeier inder Schule Grundäckergasse 14 © Schluder Architektur Das soziale Leben wurde wegen dem Coronavirus in den letzten Tagen weitreichend einge- schränkt. Ist ein solch radikales Vorgehen wirklich notwendig? Wir erleben das, was zu erwar- ten war, nämlich einen rasanten Anstieg der Zahlen in allen EU- Ländern auch bei uns. Die Wachs- tumsaussicht ist dramatisch. Mitt- lerweile haben wir in Österreich auch Todesopfer zu beklagen. Wir können nicht verhindern, dass sich dieses Virus in Österreich ver- breitet. Es ist daher fahrlässig in dieser Situation nicht zu handeln, um die Verbreitung bestmöglich einzudämmen und zu verzögern. Was passiert wenn es durch die Schulschließungen zu Betreu- ungsengpässen kommt? Seit Montag ist Schulunterricht für über 14-Jährige ausgesetzt. Das betrifft Oberstufen. Hochschulen und Universitäten sind bereits ge- schlossen. Für alle Kinder bis zur 8. Schulstufe wurde am Mittwoch der Betrieb umgestellt. Natürlich gilt für alle Schüler unter 14 Jahre, dass ein Betreuungsangebot an den Schulen zur Verfügung ge- stellt wird. Es besteht aber die Möglichkeit für Betriebe die Eltern bis zu drei Wochen für die Betreu- ung freizustellen. Der Bund über- nimmt ein Drittel der Lohnkosten. Die österreichischen Unternehmer fürchten finanzielle Einbußen, wie gehen Sie damit um? Natürlich ist uns bewusst, dass die Lage auch wirtschaftliche Aus- wirkungen hat. Deshalb haben wir uns als Bundesregierung auch ent- schlossen, den österreichischen Unternehmen unter die Arme zu greifen. Sei es mit Kurzarbeit oder mit Liquiditätshilfen. Es wird aber auch in diesem Bereich weitere Maßnahmen brauchen. Ziel ist, keine Arbeitsplätze zu vernichten. Sylvie Sauer 1060 Wien Christoph Bauer 1230 Wien Birgit Laas 1090 Wien Daniela Zibusch 3813 Dietmanns Doris Brandmayr 1040 Wien Die Gewinner der letzten Ausgabe unseres -Gewinnspiels sind: Wir gratulieren recht herzlich! © Ulrich Renner

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