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DAS WIEN AKTUELL 13 B ereits zum dritten Mal hieß es wieder „Rien ne va plus“ für 50 illegale Wettautomaten, die im Flachbunker des Abfalllogistikz- entrums der MA 48 in Simmering vernichtet wurden. Insgesamt hat die Stadt bei gemeinsamen Razzien mit der Polizei seit 2015 bereits 652 Automaten beschlag- nahmt. Natürlich erfolgt vor der Zer- störung eine Schadstoffent- frachtung der Automaten zur fachgerechten, getrennten Ent- sorgung der einzelnen Bestand- teile. Der Zerstörung gehen meist langwierige Rechtsverfahren voran, da von den Besitzern gegen Beschlagnahmungen gerne bis zum Höchstgericht geklagt wird. In den aktuellen 50 Fällen liegt die rechtskräftige Entscheidung vor und somit ist rechtlich der Weg frei für die Zerstörung der Wettau- tomaten. Die restlichen Verfahren laufen noch, nach Abschluss der Verfahren erfolgt auch deren Ver- nichtung. Hintertür für Wettanbieter im Ausland geschlossen Ein großer Erfolg gegen illegales Wetten ist das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts: Es besagt, dass alle Wettanbieter, die in Wien Wetten anbieten, auch eine landesrechtliche Genehmigung benötigen – ganz egal, wo auf der Welt sie ihren Firmensitz haben, ob in Malta oder Zypern oder sonst wo. Anlass war der Fall eines bekannten Wettunternehmens, das in Wien Wetten vermittelt hat, dessen Wettanbieter aber im Aus- land saß und keine landesrechtli- che Genehmigung besaß. Eckpunkte des Wettengesetzes – strenger Jugendschutz Das Verbot des KleinenGlückspiels im Jänner 2015 führte zuneh- mend zu einer Verlagerung vom Glückspiel auf Sportwetten. Neue Wettlokale schossen damals wie „Schwammerl aus dem Boden“ – ohne die erforderlichen landes- rechtlichen Genehmigungen. Die Stadt reagierte auf diese negative Entwicklung rasch mit dem neuen Wettengesetz mit strengerem Jugend- und SpielerInnenschutz. Das neue Gesetz löste das 100 Jahre alte aus dem Jahr 1919 ab, es brachte strenge Vorgangs- weisen gegen illegale Wettlokale und strikte Sanktionen bei Ver- stößen. Zugleich wurde auch die Besteuerung der Wettterminals neu geregelt, seither werden pro Wettterminal 350 Euro pro Monat eingehoben. Strenge Kontrollen mit Erfolg Das strenge Vorgehen und die intensiven, unangekündigten Kontrollen der Abteilung für So- fortmaßnahmen und der MA 36 der Stadt Wien gemeinsam mit Exekutive und Finanzpolizei zei- gen breite Wirkung: „Das Gesetz wirkt sich sehr positiv aus, die Entwicklungen sind erfreulich. Ganze Straßenzüge verändern ihr Gesicht, Geschäfte und Gastron- omie entstehen dort, wo früher nur düstere Wettlokale zu finden waren." Sima: erfolgreicher Kampf gegen illegalesWetten Zwischenbilanz: 43 Lokale geschlossen, 652 illegaleWettautomaten und rund 220.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Stadträtin Ulli Sima und Dietmar Klose, Leiter der MA 36, besuchten die MA 48 bei der Zerstörung von illegalen Wettautomaten. ©PID/VOTAVA „ In Wien gibt es keinen Platz für illegale Wettlokale. Mir geht es vor allem um den Jugendschutz, daher werden wir unseren Kampf gegen illegales Wetten auch 2020 konsequent fortsetzen. Stadträtin Ulli Sima Wenn wir bei unseren Schwerpunktkontrollen illegale Wettautomaten finden, werden diese beschlagnahmt und in weiterer Folge zerstört. Stadträtin Ulli Sima

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