Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 19 H ier hebt ein Profi ab, wenn am anderen Ende der Leitung 144 gewählt wurde. In der Notrufzent- rale der Wiener Berufsrettung bei der Urania sind rund umdie Uhr 14 Disponentinnen und Disponen- ten im Einsatz, die pro Tag knapp 1.100 Notrufe entgegen nehmen. Sie sind erster Ansprechpartner für Menschen in Not, sie geben Anleitung zu erster Hilfe und sorgen dafür, dass Hilfe schnell ankommt, wo sie gebraucht wird. Bürgermeister Michael Ludwig hat den Frauen und Männern der Berufsrettung gemeinsam mit Rettungs-Chef Rainer Gottwald im Zuge der Kampagne der Stadt „Wien kümmert’s“ besucht. Die Arbeit bei der Wiener Berufs- rettung ist zweifelsohne ein harter und fordernder Job. Der Einsatz der Mitarbeiter bei der Rettung und den anderen Blaulichtorga- nisationen ist der Grund, warum Wien eine Stadt ist, die funktio- niert und eine Stadt des sozialen Zusammenhalts ist. D as Studierendenheim Green- House in der Seestadt Aspern verbraucht, steuert und handelt seine Energie vollautomatisch – und es springt flexibel ein, um das Stromnetz zu stabilisieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts ASCR werden vernetzte Gebäude in den Regelenergiemarkt integ- riert. Anhand erster erfolgreicher Energie-Transaktionen in Aspern wird das Marktpotenzial für Wien sichtbar. Wenn 20 Prozent der Gebäude in Wien mit ASCR-Technologie ausgestattet werden, kann ein jährlicher Gewinn von 30 Millio- nen Euro generiert werden – das zeigen erste Berechnungen. So kann Energie im Sinne des Klima- schutzes effizient, CO2-neutral und ertragreich für die Stadt und die BewohnerInnen eingesetzt werden“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadt- werke. Möglich macht diesen Austausch ein Energiepool-Manager. Zu- künftig werden solche auch Zehn- tausende private Solaranlagen und Wärmepumpen intelligent aufeinander abstimmen. Durch den Einsatz dieser Ener- gie-Management-Systeme sind deutliche Kosteneinsparungen möglich. Großen Einfluss auf die Kostenersparnis haben die Dy- namik der variablen Strompreise und die Qualität der Prognosen. Das Studierendenheim spart etwa durch den effizienten Einsatz eines Batteriespeichers und der Vermeidung von Strombezug zu Netzspitzenzeiten bis zu 5.000 Euro pro Jahr an Energiekosten. Auch Testabrufe von Strom-Fle- xibilitäten zur späteren Verwen- dung als Regelenergie wurden erfolgreich durchgeführt. Je nach Marktlage kann Energie ins Netz gespeist oder aus dem Netz ent- nommen werden, das resultiert in finanzieller Abgeltung. D as rot-grüne Planungsdesas- ter beim Wien Museum muss abgewendet werden“, forderte Stadtrat Markus Wölbitsch. Laut Medienberichten wird in internen Papieren des Museums von Kostenüberschreitungen in der Höhe von 23 Mio. Euro aus- gegangen. So sollen laut einer Kostenberechnung vom Frühling die ursprünglich geplanten Bau- kosten von 64 Mio. Euro auf 87 Mio. Euro netto steigen. Während das Museum von „Risikoanalysen“ spricht, wurde offensichtlich in den Papieren klar festgehalten, „dass die vorliegende Kostenpla- nungweit über demBudget liegt“. „Bevor beim Wien Museum auch nur eine einzige Mischmaschine angeworfen wird, wird bereits mit einer Kostensteigerung von einem Drittel der ursprünglichen Baukosten gerechnet. Trotz jah- relanger Planung haben wir das Gefühl, dass alles überhastet und unprofessionell vorbereitet ist. Das Wien Museum darf nicht das nächste Krankenhaus Nord wer- den“, so Wölbitsch. Ludwig besuchte Notrufzentrale Häuser steuern die Energie der Stadt Studierendenheim in Aspern steuert vollautomatisch seinen Energiever- brauch und handelt an der Strombörse – Potential für die ganze Stadt. Planungsdesaster beimWien Museum Wiens Bürgermeister Michael Ludwig besuchte gemeinsam mit Rettungs-Chef Rainer Gott- wald (3.v.li .) die Notrufzentrale der Berufsrettung. © C.Jobst/PID Markus Wölbistsch © ALBERTY Wolfgang vl.: Michael Gebauer, GF der WBV-GPA (Bauträger Studierenden- heim); StRin. Ulli Sima; Michael Strebl, GF-Wien Energie; Robert Grüneis, GF-ASCR. © PID/Houdek

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