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DAS WIEN AKTUELL 10 F inanzstadtrat Peter Hanke löste sein wichtigstes Ver- sprechen ein – ein aus- geglichenes Budget ohne neue Schulden. „Der Voranschlag für das Jahr 2020 enthält mit einem ausgeglichenen Budget nicht nur einen gesunden Sparkurs, son- dern auch gezielte Investitionen in die Zukunft der Stadt, vor allem auch in Maßnahmen für den Kli- maschutz“, erklärt Hanke. Das Budget 2020: Ausgeglichen und zukunftstauglich Das Budgetvolumen liegt bei 16,25 Milliarden Euro und die geplanten Ausgaben können zur Gänze aus eigener Kraft gestemmt werden – im Jahr 2020 wird Wien keine Schulden aufnehmen – im Gegenteil: „Wir werden im nächs- ten Jahr Schulden in Höhe von 182 Millionen Euro tilgen und den Schuldenstand der Stadt damit sogar reduzieren“, bekräftigt Hanke die positive budgetäre Ent- wicklung. Investitionsoffensive: Werte für die nächsten Generationen „Was mir persönlich wichtig ist: Trotz konsequenter Konsolidie- rung und gesteigerter Effizienz setzen wir auch im nächsten Jahr auf gezielte Investitionen auf hohem Niveau in Milliarden- höhe“, betont Hanke. So sind für das Jahr 2020 im Kernmagistrat Investitionen in der Höhe von 1,44 Milliarden Euro vorgesehen. Inklusive der Unternehmungen, den Wiener Stadtwerken, der Wien Holding und der Wiener Wirtschaftsagentur beträgt die Investitionssumme 2,46 Milliarden Euro. Insgesamt sind für 2020 soge- nannte nachfragewirksame Aus- gaben – also Ausgaben, die einen unmittelbaren Effekt auf die Wirt- schaftsleistung haben – von 5,01 Milliarden Euro geplant. Ausgabenschwerpunkte: Bil- dung, Gesundheit und Soziales Die Ausgaben-Schwerpunkte im Voranschlag 2020 sind vor allem jene Zukunftsthemen, die gerade für eine wachsende Metropole zentral sind: Bildung, Kinderbe- treuung, Soziales und Gesundheit: 1,9 Milliarden Euro (Voranschlag 2019: 1,75 Milliarden Euro) werden in Bildung, 2,1 Milliarden Euro in Soziales (2019: 2,1) und 880,6 Millionen Euro (2019: 865,4) für Kinderbetreuung bereitgestellt. Die Ausgaben für Gesundheit be- tragen für 2020 rund 4,4Milliarden Euro (2019: 4,32 Milliarden Euro). Einnahmenseitig bilden den größ- ten Anteil die Ertragsanteile an den gemeinschaftlichen Bundes- abgaben mit 6,6 Mrd. Euro. Ein- nahmen aus eigenen Steuern sind mit 1,8 Mrd. Euro veranschlagt, eigene Gebühren mit 511 Mio. Euro und Einnahmen aus Leistun- gen des Magistrats mit 713 Mio. Euro. Klimaschwerpunkt und eigenes Klimabudget Eine Besonderheit im Voranschlag 2020 stellt das neu eingeführte „Wiener Klimabudget“ dar. Erst- maligwerden alle klimarelevanten Maßnahmen in einem eigenen Kapitel beispielhaft dargestellt. Sie erstrecken sich über die unter- schiedlichsten Aufgabenbereiche der Stadt und enthalten sowohl operative als auch strategische Aktivitäten, um dem Klimawandel in Form von Klimaschutz oder Kli- maanpassung entgegenzutreten. Finanzstadtrat Peter Hanke: „Mit dieser Schwerpunktsetzung wird das Budget 2020 das klimafreund- lichste Budget der Geschichte!“ So werden zum Beispiel 695 Mio. Euro für umweltfreundlichen öf- fentlichen Verkehr bereitgestellt, 89,5 Mio. Euro für klimafreund- liche Wohnhaussanierungen, 64 Mio. Euro für die Erhaltung und Erweiterung der Grünflächen und Wälder sowie 22 Mio. Euro für die klimafreundliche Umge- staltung des öffentlichen Raums. Der Budgetvoranschlag 2020 ist damit auch ein Meilenstein zur Erreichung der ambitionierten Kli- maziele der Stadt Wien: Senkung der Pro-Kopf-Emissionen um 50 % bis 2030 und um 85 % bis 2050! Gleicher Personalstand trotz starkemWachstum Kaum eine europäische Haupt- stadt wuchs in den vergangenen Jahren so stark wie Wien. In den letzten 15 Jahren ist Wien um die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Graz gewachsen. Gleich- zeitig ist die städtische Verwal- tung nicht mitgewachsen: 30.681 Menschen sind aktuell im Ma- gistrat beschäftigt – nicht mehr, als vor Beginn dieser beeindru- ckenden Wachstumsphase. Das ist ein Ergebnis der vielfältigen Bemühungen der Stadt, mit ihren Ressourcen sparsam umzugehen und neue Technologien zur Stei- gerung der Effizienz zu nutzen. DieWiener Wirtschaft ist gut aufgestellt Wien ist und bleibt der unan- gefochtene Wirtschaftsmotor Österreichs. Mit einer Wirtschafts- leistung von knapp 94 Milliarden Euro im letzten Jahr ist die Stadt mit Abstand auf Platz 1 aller Bun- desländer. Damit ist das Wiener Bruttoregionalprodukt um mehr als 50 Prozent höher als jenes des zweitplatzierten Bundeslandes, Oberösterreich. Doch die globalen Konjunktur- aussichten sind durchwachsen und diese Entwicklung wird auch an Österreich nicht spurlos vorü- bergehen. In den vergangenen Jahren war das Wachstum in Wien ähnlich stark wie in ganz Öster- reich. Die Hauptstadt profitierte zwar weniger stark von der guten Industriekonjunktur der Jahre 2017/2018, dafür boomten die Finanzstadtrat Peter Hanke: K Versprechen gehalten: Ausgeglichenes Budget ohne neue Schulden. 940- Stadtrat Peter Hanke bei der Pressekonferenz "Voranschlag 2020".

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