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DAS WIEN AKTUELL 26 Kein Pardon von Edi Finger jun. Transferpolitik W ir Sportrepor- ter und na- türlich auch ich wollen immer Recht behalten. Doch halt – heute gibt´s eine große Ausnahme. Ich hoffe, ich irre mich. Worum geht’s? Schlicht und einfach um die nicht nachvollziehbaren Transfers des ös- terreichischen Meisters RB Salzburg. Nach vielengescheitertenVersuchen endlich in der Champions League angekommen, aber leider wird es ein kurzer Auftritt in dieser Super Liga werden. Man kann einfach nicht den Trainer und acht Spieler der Stammmannschaft über Nacht aus- tauschen. Keine einzige vergleichba- re Profi-Mannschaft Europas hat das bislang probiert. Allein der Abgang des Erfolgs-Trainers Marco Rose ist nur ganz schwer zu verkraften. Der neue Trainer aus USA mag ein guter Mann sein, aber Fußballtrainer ist kein Stand-Up-Comedian. Kam, sah und siegte, ist sehr, sehr schwierig und dann die Mannschaft. Irgendwie hab ich das Gefühl, das hier ein biss- chen unübersichtliches Leidtun bei Salzburg eingezogen ist. Die Liste der Abgänge ist einfach zu lang. Einziger Vorteil: Neo-Trainer Jesse Marsch hat so und so keinen der Salzburger gekannt, für ihn gibt es keine Umstellung. Auch wenn die so- genannten Qualität haben, Fußball ist ein Mannschaftssport und keine Einzel-Bühne für noch so begabte Kicker und was mich noch mehr als das Sportliche trifft, dass Salzburg der finanziell stärkste Fußballverein ist. Man muss daher nicht aus finan- ziellen Gründen die Erfolgs-Mann- schaft der Vergangenheit verkaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mannschaft mit neuem Trainer und sieben bis acht Stammspielern die Gruppen-Phase der Champions League übersteht, was für mich noch viel Ärger ist, ich verstehe die Vor- gangsweise der Salzburger nicht. Ei- nen Vorteil hat diese Verkaufs-Orgie made in Salzburg. Die Meisterschaft wird endlich wieder spannend und auch national müssen sich die Salz- burger erst durchsetzen. Aber wie gesagt – siehe Einleitung: Vielleicht irre ich mich doch. Fotos:© Suzy Stöckl Anstöße von Dompfarrer Toni Faber Mein Stück vom „Sky of Stones“ V on Aschermittwoch bis Pfingst- montag hingen im St. Stephaner Himmel 1.332 Steine. Künstler Peter Baldinger hat mit der Installation Sky of Stones natürlich auch an den hl. Stephanus, den ersten Blut- zeugen der Christenheit gedacht, der zugleich Namensgeber für den Stephansdom ist. Gerade in seinem Martyrium sieht er den Himmel offen und ist – angesichts der gött- lichen Gegenwart – sogar bereit, für seine Verfolger zu beten: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Ein Bestreben von Christen ist nicht das Zurückschlagen und Vergelten nach dem todbringenden Prinzip „Wie du mir, so ich dir“. Vielmehr gilt das Streben dem Durchbrechen al- ter Muster von schlechten Gewohn- heiten sowie friedlose Gedanken und Taten. Die Steine sind aber auch ein Sinn- bild für alles, was uns belastet und uns das Leben schwermachen kann. Doch wie die Beleuchtungsfarbe der Steine gewechselt hat, so ist auch in unserem Leben Wandlung möglich: vom Violett der Fastenzeit, über das Gold von Ostern, hin zum pfingstlichen Feuerrot. Nun sind die Steine abgehängt. Sie wurden aber nicht entsorgt. Im Gegenteil: Sie warten darauf, einen neuen Eigentümer zu finden! Jeder Stein ist ein von Hand gefertigtes Unikat. Für eine Spende von 85€ können Sie sich einen Bestandteil der Installation sichern und damit den Stephansdom und das Projekt Sky of Stones unterstützen. Jedes Papierobjekt ist vom Künstler sig- niert, zudem erhalten Sie ein Zerti- fikat mit dem Siegel von St. Stephan und der Unterschrift von Künstler Peter Baldinger und von mir. Hier sind die Steine von Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr, erhätlich: Dom-Pfarrkanzlei, Stephansplatz 3; Information: 01/51552-3530. Ein Ver- sand ist leider nicht möglich. Werden Sie Teil von Sky of Stones! Kühlweste und Leberwurst-Eis: Tipps für Hundund Sommerhitze Tierschutzombudsstelle zeigt, wie Sie Vierbei- nern die Hitze angenehmer gestalten können D ie bekannten „Hundstage“ sind zwar noch einige Wo- chen entfernt, aber bereits jetzt verlangen die hohen Temperatu- ren besondere Rücksichtnahme auf Bello, Fiffi & Co. Wie Sie mit Ihrem Hund die ersten heißen Tage des Jahres gut überstehen und auf welche Besonderheiten in der Stadt zu achten sind, verrät die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. Spaziergänge In der Stadt staut sich die Hitze besonders, daher sollten längere Spaziergänge in den kühleren Morgen- und Abendstunden stattfinden. In der Mittagszeit muss eine kleine Runde ausrei- chen. Aktivitäten & Beschäftigung Mehr denken als bewegen lautet an heißen Tagen die Devise! Auch wennwirMenschenbei demschö- nen Wetter zu mehr Aktivität im Freien tendieren, so gilt für unsere vierbeinigen Gefährten: Joggen, Radfahren oder Ball spielen sind bei der Hitze absolut tabu! Cooles Zubehör Im Zoofachhandel gibt es eine Reihe von Produkten, die den Vierbeinern die heißen Tage an- genehmer gestalten sollen. Dazu gehören u.a. mit Gel gefüllte Kühlmatten, Kühlhalsbänder und Kühlwesten. Ernährung Stellen Sie Ihrem Hund immer ausreichend frisches Wasser zum Trinken bereit! Bei diesen Tempe- raturen besonders darauf achten, dass Futterreste umgehend ent- sorgt werden. Füttern Sie lieber mehrere kleine Mahlzeiten. Sonnenschutz Nicht nur Menschen müssen sich vor UV-Strahlung in Acht neh- men, sondern auch Tiere. Hunde mit hellem Fell, heller Haut oder wenig Behaarung sind hier beson- ders gefährdet. Empfindliche Stel- len sind die Ohren, die Schnauze, der Augenbereich sowie Rücken und Bauch, sofern das Tier sich gerne am Rücken liegend sonnt. Ein Schattenplatz ist hier der bes- te Schutz. Wenn nötig, kann auch eine Sonnencreme aufgetragen werden oder demHund ein T-Shirt angezogen werden. Auch im Sommer 2019 gilt übri- gens: Hunde dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden! Schon bei Temperaturen um die 20 Grad kann das Fahrzeug inner- halb kürzester Zeit zum lebensge- fährlichen Glutofen werden. Weitere Hitze-Tipps für andere Heimtiere wie Katze, Vogel und Co. finden Sie auf der Website der Tierschutzombudsstelle Wien: https://www.tieranwalt.at/de/ Hitze-Tipps.htm Tierschutzombudsfrau Eva Persy mit Hund. © TOW/Christian Houdek

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