Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 14 Steigende Temperaturen, lang an- haltende Hitzeperioden, Tropen- nächte und urbane Hitzeinseln sind auch für die Wiener Stadt- gärten eine Herausforderung. Sie befassen sich seit Längerem, auch international vernetzt, mit den Folgen des globalen Klima- wandels. Dabei setzen die Wiener Stadtgärten auf einneues Bepflan- zungskonzept: Staudenkombina- tionen. Stauden sind mehrjährige, winterharte, krautige, das bedeu- tet, nicht verholzende Pflanzen. Es sind Pflanzen, die besonders hitze- und trockenverträglich, einfacher in der Erhaltung und zudem insektenfreundlich sind. Sie gedeihen am besten in ma- ger-schottrigem Boden, so dass die kostbare Ressource Wasser nur äußerst sparsam verwendet werden muss. Die Staudenkombinationen wer- den von den Wiener Stadtgärten in neuen Anlagen, im Straßenbe- gleitgrün, auf Verkehrsinseln und Baumscheiben angelegt bzw. umgestellt. Insgesamt betreuen die Wiener Stadtgärten 2.129 Stauden- und Gräserbeete mit einer Gesamtfläche von 110.827 m 2 . Für die 704 Blumenbeete mit einer Gesamtfläche von 19.775 m 2 wiederum wurden widerstandsfä- higere, ebenfalls trockenverträg- liche Beetpflanzen ausgewählt, die dem Aufheizen der Stadt ent- gegenwirken – eine Wohltat für das Stadtklima: diese natürlichen Klimaanlagen. Die Stadt Wien steuert schon seit längerem mit vielen gezielten Maßnahmen den Folgen des Kli- mawandels entgegen. Wie zum Bespiel mit dem intensiven Aus- bau der Grünflächen, mit Baum- pflanzungen und Fassadenbegrü- nungen wie auf den Zentralen der MA 48 und Wiener Wasser. Auch gratis-Badestrandzugänge wie am CopaBeach und 1.000 Trink- brunnen sowie „Wasserfontänen“ und Wasserspiele auf öffentlichen Plätzen sind ein aktiver Beitrag. Kampf der Sommerhitze – Stadt Wien ist auchVorreiter bei Fassa- denbegrünung – Umweltstadt- rätin Ulli Sima vor der MA 48. © Felicitas Matern Sima: Wiener Stadtgärtner bringen Wien auch bei Hitze zum Blühen HankeundCzernohorszkyerfreutüber Mehrheit imParlament für Ehe fürAlle W ährend in Wien mit der Regenbogenparade das Finale der EuroPride 2019 gefei- ert wurde, wurde im Nationalrat ein erfreulicher Beschluss für die LGBTIQ-Community gefasst. Eine Mehrheit der Abgeordneten hat sichmit einemFristsetzungsantrag dafür ausgesprochen, dass die Ehe für alle endlich auch für alle bina- tionalen, gleichgeschlechtlichen Paare in Österreich gelten soll. Antidiskriminierungs-Stadtrat Jür- gen Czernohorszky ist erfreut über denwichtigenBeschluss gegendie Diskriminierung von binationalen, gleichgeschlechtlichen Paaren: „Endlich werden die letzten noch von Schwarz-Blau aufgebauten Hürden beseitigt und die Entschei- dung des Verfassungsgerichtshofs zur Ehe für Alle kann vollumfäng- lich umgesetzt werden. Ich freue mich für alle Paare, die nun endlich zu ihrem Recht kommen.“ Der für die Wiener Standesämter zuständige Stadtrat Peter Hanke freut sich: „Wien hat immer gefor- dert, dass binationale Paare – egal, aus welchem Land sie ursprüng- lich stammen – in Österreich eine Ehe schließen dürfen und hätten das gerne schon mit 1.1.2019 um- gesetzt. Wir freuen uns sehr, dass nun der geplante Wiener Weg auch imBundZustimmung findet.“ EHE FÜR ALLE Jürgen Czernohorszky © PID/Votava Martin PeterHanke © www.andrewrinkhy.com

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