Das Wien - E-Book

DAS WIEN POLITIK 11 Jahr 106 Wettautomaten und technisches Equipment sowie rund 57.000 Euro an Bargeld be- schlagnahmt. Außerdem wurden 80 Anzeigen und 16 Organman- date sowie zwei Anzeigen nach dem Wiener Landessicherheits- polizeigesetz gelegt. Das Wien: Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wurde zuletzt kriti- siert, weil sie sich angeblich zu oft vor der Öffentlichkeit „versteckt“. Ihre Wahrnehmung? Sima: Ich kenne und schätze Pa- mela Rendi-Wagner als aktive und sehr kompetente Politikerin, wir kämpfen Seite an Seite gegen die Aufhebung des Rauchverbots durch die türkis-blaue Bundes- regierung, die Klage liegt noch beim Höchstgericht, die Entschei- dung fällt im Juni. Während die SPÖ sowohl auf Bundesebene als auch in Wien für die Anliegen der Menschen kämpft, überschlägt sich die Bundesregierung mit täg- lichen Schreckensmeldungen: Sicherungshaft, Arbeitszwang, Benachteiligung von Mehrkind- Familien, 1 Euro 50 Stundenlohn für Asylwerber - diese türkis-blaue Regierung lässt keinen Tag ver- streichen, ohne zu hetzen, ohne Menschen gegeneinander auszu- spielen oder den Ärmsten noch was wegzunehmen. Das Wien: Ein Blick auf die Wiener Stadtwerke - was gibt es Neues aus diesem pulsierenden Betrieb mit seinen vielen Aufgaben zu berich- ten? Sima: Die Wiener Stadtwerke mit ihren über 15 000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kümmern sich um die „Lebens- adern“ in unserer Stadt, wie etwa die sichere und saubere Ener- gieversorgung und den top-aus- gebauten öffentlichen Verkehr. Aktuell wird die neue U-Bahn, die U2/U5 gebaut und die Wien Ener- gie setzt massiv auf Erneuerbare Energien, vor allem auf die Photo- voltaik. Die Stadtwerke sind ein immen- ser Wirtschaftsfaktor und sorgen für sechs Prozent der direkten Wertschöpfung in der Stadt. Wir setzen als Stadt auch künftig auf eine starke, kommunale Daseins- vorsorge - eine Privatisierung all dieser zentralen Bereiche - wie Energieversorgung, öffentlicher Verkehr aber auch Wasserversor- gung oder Müllentsorgung - sind für Wien ein no-go! Das Wien: Gehen Sie eigentlich gerne auf einen Ball - und waren Sie schon amOpernball? Sima: Ja, ich mag Bälle gerne - ich war einmal am Opernball, aber mein Lieblingsball ist ganz klar der Blumenball im Rathaus - Die StadtgärtnerInnen verwan- deln das Rathaus jedes Jahr mit einem Meer aus 100.000 Blüten in den schönsten Ballsaal der Welt. Gleich für den nächsten Jänner vormerken .-))) Das Wien: Was tut sich imUmwelt- bereich in Wien derzeit Neues? Sima: Der Klimawandel ist längst auch bei uns spürbar und wir be- kämpfen ihn seit vielen Jahren mit unzähligen Maßnahmen im Rahmen des Klimaschutzpro- gramms. Zugleich müssen wir auch auf die Auswirkungen re- agieren: Wir schreiben jedes Jahr neue Hitzerekorde in der Stadt und das macht vor allem den Äl- teren oder Kranken stark zu schaf- fen. Wir alle erinnern uns an den letzten Sommer, wo es an über 40 Tagen auch nachts nicht mehr unter 20 Grad abgekühlt hat. Be- sonders im stark bebauten Gebiet bilden sich sogenannte Hitzein- seln, die Asphalt kühlt nicht mehr ab. Ich habe daher kürzlich ein umfassendes „cooling off“-Paket für Wien präsentiert: Wir werden 150 Fassadenbegrünungen um- setzen, die für Abkühlung sorgen. In einer begrünten Straße sinkt die gefühlte Temperatur um bis zu 10 Grad. Zusätzlich wollen wir „Nebelduschen“ im öffentlichen Raum installieren, die auch an Hit- zetagen kühlen und erfrischen. In den nächsten Jahren werden wir ganze 13 Hektar neuer Parkanla- gen gestalten, 3000 neue Bäume pro Jahr zu den bereits 480 000 bestehenden Stadtbäumen pflan- zen und bald nehmen wir den 1000. Trinkbrunnen in unserer Stadt in Betrieb. An denen gibt es köstliches Hochquellwasser zum Nulltarif! Mein Lieblingsball ist der Blumenball im Rathaus. Stadträtin Ulli Sima Der Bauch ist kaum noch zu übersehen: Das Elefan- ten-Weibchen Numbi im Tiergarten Schönbrunn ist trächtig. Die Freude imZoo ist groß. Doch noch heißt es Daumendrücken, dass alles gut geht. „Elefanten haben eine Tragzeit von rund 22 Monaten. Entspre- chend groß ist die Schwankungsbreite, was den Ge- burtstermin betrifft. Etwa Mitte Juli wird es soweit sein“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Schönbrunn erwartet Elefanten-Nachwuchs Numbi hat als erfahreneMutter bereits zwei Jung- tiere zur Welt gebracht. © Daniel Zupanc I n den vielen Jahren als Sport- reporter hab ich die Erfahrung gemacht, dass der Sport auf der ei- nen Seite überaus brutal sein kann, andererseits aber doch auch eine unglaubliche Gerechtigkeit immer wieder zeigt. Letztes Beispiel: der seit 2009 amtierende Fußballprä- sident Leo Windtner. Aus persönli- chen Gründen - fachliche konnte es ja keine geben - hat Windtner den besten Kandidaten für die Nachfol- ge von Marcel Koller als Teamchef in Österreich verhindert. In Privatge- sprächen hat Windtner signalisiert das „Herzilein“ neuer Teamchef wer- den soll, in Wirklichkeit hat er ihn aber verhindert. Die brutale Strafe für Windtner folgt auf dem Fuß. Das österreichische Trio Andi Her- zog (Teamchef), Willi Ruttensteiner (Sportdirektor) und Schwimm Su- perstar Markus Rogan als Motivator haben das österreichische Fußball- team in der EM Qualifikation mit 4:2 förmlich zerlegt. Besonders amüsant finde ich wie Windtner dann auf Fehlersuche geht. Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Leo, darf ich dir ganz per- sönlich einen Rat geben, wie du die Fehler ganz deutlich siehst? Stell´ dich vor einen Spiegel. Jeder Mensch hat das Recht Fehler zu ma- chen, aber irgendwann ist es genug. Die Weiterverpfichtung von Mar- cel Koller nach dem EM Debakel in Frankreich war schon ein unverzeih- licher Irrtum, logischerweise haben wir die Qualifikation für die Fußball WM in Russland kläglich versäumt und dann der Affront gegen Andre- as Herzog. Franco Foda ist sicherlich ein guter Vereinstrainer, aber „Her- zilein“ wäre eindeutig die richtige Wahl gewesen. Eine Frage muss der Teamchef Franco Foda einmal ehr- lich beantworten: Warum spielen einige unserer Fußballer Woche für Woche absolut top, um dann in der Nationalmannschaft klägliche Leistungen zu bieten. Man braucht kein Fußballprophet zu sein, um zu wissen, dass die EM Qualifikation re- alistisch nicht mehr zu schaffen ist. Kein Pardon vonEdi Finger jun. ÖFB-Team

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