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DAS WIEN AKTUELL 20 A uch wenn bei den aktuellen Temperaturen niemand an klimatisierte U-Bahnen denkt: Der nächste Sommer kommt bestimmt und die Wiener Linien rüsten sich schon jetzt dafür. Auf der U6 sind derzeit nur die neueren Fahrzeu- ge mit Klimaanlagen ausgestattet. Auf Wunsch der Fahrgäste rüsten die Wiener Linien nun auch die Wägen der ersten Generation mit Klimaanlagen nach. Von 36 U6-Zügen sind aktuell 17 klimatisiert. Die restlichen 19 Züge werden bis Ende 2020 mit Klima- anlagen ausgestattet. Die ersten nachgerüsteten Waggons werden bereits im Sommer 2019 auf der Strecke unterwegs sein. Die Wie- ner Linien investieren dafür vier Millionen Euro. „Ich freue mich, dass das Pilotpro- jekt derWiener Liniensogut funkti- oniert hat und wir nun für die Fahr- gäste die restlichen Wägen step by step nachrüsten können“, so Öffi-Stadträtin Mag. Ulli Sima (SP). Insgesamt sind bereits zwei Drittel der Öffis klimatisiert. DieBusse sind zu hundert Prozent klimatisiert, bei den U-Bahnen ist jede zweite ge- kühlt und bei den Straßenbahnen ist es ein Drittel. Alle Fahrzeuge, die neu angeschafft werden, sind selbstverständlich mit Klimaanla- gen ausgerüstet. Beispielsweise lö- sen die neuen Flexity-Straßenbah- nen in den kommenden Jahren die alten Hochflur-Modelle ab. Damit steigt auch dort sukzessive die An- zahl der klimatisierten Fahrzeuge. Bisherige Testergebnisse zeigen gute Leistung Seit dem Sommer laufen bereits die Tests mit der Klimaanlage. Da diese Anlagen heizen und kühlen, werden sie nicht nur im Sommer getestet, sondern auch im Winter. Die Testergebnisse zeigen bislang eine sehr gute Kühl- und Heizleis- tung. Die Daten werden auch in den nächsten Wochen noch auf- gezeichnet und ausgewertet. „Da die U6 Großteils oberirdisch verläuft, heizen sich die Züge in den heißen Sommermonaten dort besonders auf. Die Investition in zusätzliche Klimaanlagen kommt unseren Fahrgästen zugute“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Umfangreiches Maßnahmenpaket für die U6 Neben der Nachrüstung mit Kli- mageräten haben die Wiener Linien in den U6-Zügen Lüftungs- kiemen und Sonnenschutzfolien angebracht, um an heißen Som- mertagen für Abkühlung zu sor- gen. Gruß der Mafia Im Zeitraffer von Harald Raffer Eine tödliche Schießerei im Zen- trum von Wien zwischen verfein- deten italienischen Clans öffnete dieser Tage wieder einmal „Otto Normalverbraucher“ die Augen – auch in Österreich ist die Mafia tätig und macht dunkle Geschäfte! Immer wieder kommt es zu Kon- flikten. Auftragsmorde mit bezahl- ten Killern findet man nicht nur in Krimis. Die nackte Wahrheit ist brutaler. Der Schreiber dieser Ko- lumne recherchierte vor Jahren in Klagenfurt und Rom in der Causa „Banco Ambrosiano“, der damals berühmt-berüchtigten Mailän- der Vatikan-Bank, die mit Mafia- Geldern und finanziellen Mitteln einer verbotenen Freimauerloge operiert hat. Und ich wandelte 1982 auf den Spuren des flüchtigen „Ambrosiano“-Präsidenten Roberto Calvi. Man fand den „Bankier Got- tes“ erhängt unter einer Londoner Brücke. Calvi war zuvor mehrere Tage bei Bekannten in Kärnten und soll Millionen bei einer Klagenfurter Bank deponiert haben. Selbst italie- nische Mafia-Ermittler konnten den „Schatz“ bei den Kreditinstituten nicht finden. Die„Krake“ arbeitet im Verborgenen. Morde schaden dem Geschäft. Doch immer wieder gibt es in der Alpenrepublik Zwischen- fälle, die eindeutig die Handschrift organisierter Kriminalität tragen. Sei es Waffenschmuggel, Prostituti- on, Erpressung, Dokumenten- und Diamantenhandel, Schutzgeld, Großbetrügereien, Drogenhandel, Cyberdeals usw. In Deutschland sind Mafia-Familien aus unter- schiedlichsten Ländern höchst ak- tiv. Wer glaubt, dass Österreich von „Schattenmännern“ verschont ge- blieben ist, irrt. Die „Paten“ parken Millionen bei Wiener Banken und waschen ihr Geld aus dem blutigen Alltag. Meist über befreundete An- wälte, Unternehmer oder Betriebe. Vor allem die kalabresische ´Ndran- gheta mit einem angeblich welt- weiten Umsatz von über 100 Milli- arden Euro. Die Mafia lässt herzlich grüßen! „Coole“ U6: Bis 2020 sind alle Züge klimatisiert Wiener Linien investieren 4 Millionen Euro in die Klima-Nachrüstung. Lüftungskiemen inWaggons. Donauinselfest: DieWiener „Blauen“ fordern ein eigenes Sicherheitskonzept Trotz großer Hitze ist es in den Zügen der klimatisierten Wiener U-Bahn angenehm kühl. © Johannes Zinner D as Motto des Donauinselfests 2019, „Zusammen sind wir Wien“, scheint nach Ansicht der Wiener Genossen nur für männli- che Besucher zu gelten“, spottet FP-Vizebürgermeister Dominik Nepp über den Vorschlag des Veranstalters, erstmalig einen ei- genen Bereich für weibliche Gäs- te zu schaffen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Großevents ein Gefahrenpotenzi- al für weibliche Besucher haben. „Traurige Vorfälle von versuchter Vergewaltigung sowie körperliche Angriffe gegenüber Frauen und haben zum Ergebnis, dass weibli- che Besucher aus Angst vermehrt nicht mehr zum Donauinselfest kommen“, weiß der Freiheitliche. Die Lösung der SPÖ ist es, eigene ´Frauenbereiche´ zu schaffen, was das Problem nicht lösen, sondern die Spaltung weiter anheizen wird. „Die zahlreichen Vorfälle von Gewalt gegenüber Frauen ist das traurige Resultat der rot-grünen Willkommenskultur. Die Rathaus- koalition hat für Frauenfeindlich- keit den roten Teppich ausgerollt – die negativen Auswirkungen auf die Sicherheitslage sind täglich zu erkennen“, weiß der Freiheitliche. Einzige Lösung ist für Nepp die Schaffung eines umfangreichen- den Sicherheitskonzepts.

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