Das Wien - E-Book

DAS WIEN AKTUELL 8 Fotos:© Suzy Stöckl V ermutlich war auch Ihnen die Zeit der Vorberei- tung auf das Weihnachtsfest zu kurz. Trotzdem konnten wir alle hoffent- lich gut feiern. Und jetzt liegt uns das neue Jahr wie ein unverspurter Tiefschneehang zu Füßen. Was wird 2019 für mich persönlich bringen? Hoffentlich etwas anderes als das Getöse des Jahreswechsels bzw. ei- nen klareren Kopf als am Morgen nach der ausgiebig gefeierten Nacht. Zigtausende Kinder und Jugendli- che nutzen die Tage vor dem Fest der Heiligen Drei Könige, um un- ter deren Patronanz alle Menschen zuhause zu besuchen. Anmutiger melodischer Klang oder auch schon überbelastetes heiseres Krächzen erklingen mit der frohen Botschaft der Menschwerdung – verknüpft mit der Bitte um eine milde Gabe für Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt. Auch im heurigen Jahr soll wie- der mehr Geld zusammenkommen als beim großartigen Hilfsformat „Licht ins Dunkel“. Bewundernswert, was diese jungen Menschen, die sich das Jahr über ehrenamtlich in ihren Pfarrgemeinden engagieren, zustan- de bringen! Gesegneter Anfang Der Brauch der Beschriftung der Türen mit dem geheimnisvollen 20 + C + M + B + 19 soll nicht nur an den Besuch der legendären Könige oder Weisen aus dem Morgenland mit den vermuteten Namen Casper, Melchior und Balthasar erinnern. Vielmehr ist es das Kürzel eines la- teinischen Segensspruchs: Christus mansionem benedicat. Unser Herr Jesus Christus segne dieses Haus/ diese Wohnung. Wenn Gott in unserem Herzen einen Platz findet, wir seine Gegenwart und seinen schützenden Segen für uns und unser Tun erbitten, dann ist schon ein guter Anfang gemacht für all das, was uns dieses Jahr bringen wird. Dann haben mehr Vertrauen und Hoffnung in unserem Leben Platz. Dann gelingt hoffentlich auch ein liebevollerer und aufmerksame- rer Umgang miteinander. Prosit Neujahr! Ein neues Jahr Anstöße von Dompfarrer Toni Faber D ie Stadt Wien investiert 2019 mehr Geld in die Wiener Kin- der- und Jugendarbeit. Insgesamt fließen im kommenden Jahr rund 33 Millionen Euro in Jugendzen- tren, mobile Jugendarbeit, Ju- gendvereine, den Schwerpunkt „Werkstadt Junges Wien“ und vie- les mehr. Das sind um über sechs Prozent mehr als 2018. Damit werden unter anderem auch die Angebote von wienXtra und das ZOOM Kindermuseum, große Ver- anstaltungen wie das Ferienspiel und die Game City sowie die Wie- ner Spielstraßen oder die Wiener Parkbetreuung unterstützt. „Mit den Angeboten der Kin- der- und Jugendarbeit schaffen wir in Wien eine Welt voller Frei- raum, Jugendkultur und lebens- praktischem Lernen. Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht eine Jugend ohne Enge“, so Jugend- stadtrat Mag. Jürgen Czernohors- zky (SP). Im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind rund 800 Mitarbeiter an ca. 80 Standorten – Jugendzentren, Jugendtreffs und andere Anlaufstellen – unterwegs und besuchen regelmäßig mehr als 530 Parks und andere (halb-) öffentliche Orte. Dabei ergeben sich über 2 Millionen Kontakte zu jungen Menschen pro Jahr. „Ein derart breites Netz an Angeboten ist sonst nirgends in Europa zu fin- den“, hält Czernohorszky fest. „Das Angebot orientiert sich an den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen. Ihre Ideen, Fähigkeiten und Potentia- le werden gefördert. Spielerisch lernen Kinder und Jugendliche gegenseitig Akzeptanz, ein vor- urteilsfreies Miteinander, Kon- fliktlösungskompetenzen, sowie Gesundheits- und Umweltbe- wusstsein“, so Czernohorszky. Schwerpunkt auf Demokratie und Beteiligung „2019 setzen wir in der Kinder- und Jugendarbeit einen Schwer- punkt auf Demokratie und Betei- ligung. Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten für ihre eigenen Anliegen. Mir ist es daher wichtig, dass sie ihre Le- benswelt aktiv mitgestalten kön- nen“, betont Jugendstadtrat Jür- gen Czernohorszky. Im Jänner startet mit der „Werk- stadt Junges Wien“ ein Großpro- jekt, in dem tausende Kinder und Jugendliche überall wo sie sind – in Kindergärten und Schulen, in Jugendzentren und Vereinen, im Park und in WGs – dazu befragt werden, was sie an ihrer Stadt gut finden, was sie vielleicht anders machen würden, und wie Wien in Zukunft aussehen soll. Das Mit- mach-Projekt wird als Grundlage in die Kinder- und Jugendstra- tegie der Stadt Wien einfließen. Diese soll garantieren, dass sich Kinder und Jugendliche auch in Zukunft in unserer Stadt wohlfüh- len und sich entfalten können. 33Millionen fließen in die Kinder- und Jugendarbeit Die Stadt Wien investiert im kommenden Jahr mehr Geld für ein breites Netz an Angeboten. Besuchen Sie uns auch online www.das-wien.at www.wkf-wien.at Mag. Jürgen Czernohorszky © PID/Votava Martin

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