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DAS WIEN POLITIK 14 D er gebürtige Steirer “Joe“ Taucher, wie er meist ge- nannt wird, ist seit Juni Klub- vorsitzender der SPÖ Wien. Im Interview spricht er über das Rathaus als Schaltstelle der Stadtpolitik, über die Umwelt- musterstadt Wien und die Pläne für Wien. Das Wien: Herr Mag. Taucher, was ist unter dem neuen Wiener Bürger- meister Dr. Michael Ludwig anders geworden? Taucher: Das neue „Team für Wien“ von Bürgermeister Ludwig hat die Arbeit für die Wienerinnen und Wiener mit sehr viel Schwung und neuen Ideen aufgenommen. Unser neuer Bürgermeister legt sehr viel Wert auf respektvolles Miteinander, sozialen Zusammen- halt, leistbares Wohnen und Digi- talisierung, aber auch auf eingutes Leben und Zukunftsperspektiven in den Bezirken und Grätzln. Mit einemWort: Solidarität. Das Wien: Zuletzt hat Finanzstadt- rat Peter Hanke das Budget für das Jahr 2019 präsentiert. Wofür gibt Wien künftig Geld aus? Taucher: In Wien wächst die Wirtschaft, und davon sollen die Menschen auch etwas haben. Wir investieren zum Beispiel 2,1 Mil- liarden Euro in soziale Maßnah- men wie leistbares Wohnen. 1,8 Milliarden geben wir für Bildung und damit für höhere Zukunfts- chancen unserer Kinder aus. Und noch einmal 856 Millionen für die Kinderbetreuung. Das Wien: Es fällt auf, dass sich die Stadt immer stärker als Gegenmo- dell zur Bundesregierung positio- niert… Taucher: Das stimmt, und das ist auch notwendig. Die schwarz- blaue Bundesregierung betreibt eine Politik der sozialen Kälte. Sie spart bei den Menschen. Das ist das Gegenteil von dem, wofür wir in Wien stehen. Wir sorgen für leistbares Wohnen. Mit dem Gratiskindergarten entlasten wir Familien. Wir stecken viel Geld in Zukunftsthemen wie Bildung und neue Arbeitsplätze. Wien lebt den sozialen Zusammenhalt. Darum sind wir auch der „Lieblingsfeind“ von Kurz und Strache. Das Wien: Was kritisieren Sie be- sonders an Schwarz-Blau? Taucher: Da wird Politik für die Reichen auf dem Rücken der Schwächsten gemacht. Da wird zum Beispiel die 60-Stunden- Woche eingeführt, weil es die Freunde von Sebastian Kurz so wollten. Gleichzeitig wird die „Ak- tion 20.000“ gestrichen, die vielen älteren Arbeitslosen wieder eine Jobperspektive gegeben hat. Und natürlich stört mich als Umweltpo- litiker, dass der Bund nichts gegen den Klimawandel unternimmt. Das Wien: Kann es Wien besser als der Bund? Taucher: Definitiv. Wien ist nicht umsonst die lebenswerteste Stadt der Welt. Auch weil wir auf Um- welt, Elektromobilität und Nach- haltigkeit setzen. Und ich muss sagen: Die Wienerinnen und Wie- ner leisten hier einen wichtigen Beitrag. Es gibt wesentlich mehr Öffi-Jahreskarten als PKW-Zulas- sungen in unserer Stadt. Die Men- schen fahren mit der U-Bahn, Bim, dem Bus oder mit dem Rad. Es geht ja nicht darum, auf das Auto zu verzichten, sondern immer das Fortbewegungsmittel zu wählen, das am sinnvollsten ist. Das Wien: Was bedeutet Umwelt- politik für die SPÖ? Taucher: Klimapolitik ist so wich- tig wie vor 100 Jahren die Sozial- politik. Sie entscheidet, wie wir in Zukunft leben. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, merkt ja, dass sich vieles verändert. Da- rum sollte sich die Bundesregie- rung kümmern und nicht bloß Ös- terreich abschotten und Grenzen dicht machen. Denn falsch ist, die Bevölkerung zu verängstigen. Wir sollten mit Zuversicht an die zu lö- senden Aufgaben gehen, und da sind wir in Wien auf dem richtigen Weg. Das Wien: Wohin führt dieser Weg in Wien? Taucher: In eine umweltfreundli- che, sozial gerechte und solidari- sche Stadt, in der jeder dieselben Chancen auf eine sichere Zukunft hat. Und eine Stadt des Für- und Miteinander der Menschen. Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein. mit aller Kraft ein. „Weiterhin mit aller Kraft für eine sichere Zukunft!“ Wien ist in Europa bekannt für soziale Sicherheit und nachhaltige Umweltpolitik. Maßgeblich an dieser Politik beteiligt ist der Chef desWiener SPÖ-Rathausklubs, Mag. Josef Taucher. Mag. Josef Taucher - Seit September 2018 Klubvorsitzender der Wiener SPÖ © SPÖ/C.Fürthner

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