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Sebastian Kurz im Gespräch
© Jakob Glaser

Aktuell | Interview

"Wir wollen unseren Weg für Österreich weitergehen"

Sebastian Kurz über Klimaschutz, Migration und seinen „unaufhaltsamen Willen, die Arbeit für Österreich fortzusetzen“.

Das Wien: Ein kurzer Rückblick noch zum Grund dieser Wahl – das Ibiza-Video und damit verbunden die Abstimmung im Parlament. Was hat der rot-blaue Misstrauensantrag mit Ihnen gemacht, wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Kurz: Wenn der Misstrauensantrag und die letzten Monate etwas in mir ausgelöst haben, dann ist das der unaufhaltsame Willen, unsere Arbeit für Österreich fortzusetzen. Wir haben die letzten Wochen die Zeit aber nicht damit verschwendet, irgendetwas nachzutrauern, oder Wut oder Hass zu schüren, sondern wir haben viele Gespräche geführt und von den Menschen gehört, wo wir gut unterwegs sind, wo wir noch nachschärfen sollen und was sie sich ganz konkret von uns erwarten.

Das Wien: Wie sehen demnach Ihre Pläne für Österreich aus?
Kurz: Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land in Sicherheit leben können, die Freiheit haben, sich selbst zu entfalten und ein soziales Netz da ist, wenn man es braucht. Das ist es, warum wir in der Politik sind und das ist es, wofür wir kämpfen.

Das Wien: Das dominierende Thema ist in diesem Wahlkampf vor allem der Klimaschutz. Sie haben dazu bereits ein Konzept präsentiert. Wie kann der Klimawandel gestoppt werden?
Kurz: Ich möchte Klimapolitik mit Hausverstand machen. Wir wollen keine CO2-Steuer, die die Pendler belastet. Wir wollen keine Besteuerung des ländlichen Raums. Aber wir wollen im Verkehr besser werden, indem wir auf Elektromobilität setzen, auf öffentliche Verkehrsmittel und auch in der Industrie ist sehr viel möglich. Jeder einzelne kann durch sein Konsumverhalten einen Beitrag leisten. Darüber hinaus brauchen wir internationale Anstrengungen.

Das Wien: In welche Richtung soll es auf dieser Ebene gehen?
Kurz: Europa liegt deutlich besser als viele andere Teile der Welt. Ganz großen Aufholbedarf haben wir in den USA, China und Indien. Insofern müssen auch wir mehr tun, insbesondere im Verkehr und in der Industrie. Wir müssen aber auch auf europäischer Ebene besser werden, zum Beispiel mit CO2- Zöllen, um sicherzustellen, dass nicht das Fleisch aus Südamerika nach Österreich importiert wird, obwohl wir in Österreich tolle regionale Produkte haben.

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