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Bürgermeister Michael Ludwig
© Astrid Knie

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„Wien wird aus dieser Krise gestärkt hervorgehen!“

Eigene Jugendstiftung. Lehrplätze verdoppelt. Mit der Joboffensive „50 plus“ Hilfe für ältere Arbeitnehmer. Die Stadtwerke investieren.

Rekordbeschäftigung und die gute Weiterentwicklung der Wiener Unternehmen – all das wurde im März 2020 von der Coronavirus-Pandemie unterbrochen. Aber die Wienerinnen und Wiener können sich auf eines verlassen: Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und sein Team kämpfen um jeden einzelnen Arbeitsplatz, niemand wird zurückgelassen! Das gilt auch für die Selbstständigen und die kleinen Firmen, für all jene, die von der Krise voll getroffen wurden.

Rasch und umfassend reagiert

Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke hat rasch reagiert: Weit über 150 Millionen Euro wurden bereitgestellt, um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch der Wiener Wirtschaft rasch und unbürokratisch unter die Arme zu greifen: Vom Wegfall der Schanigartengebühr, der Aufhebung der Kurzparkzonen, den Arbeitsstipendien für Künstlerinnen und Künstler, den Taxi- und Gastrogutscheinen bis hin zu gezielten Förderungen. Allein die mittlerweile weltbekannten Gastrogutscheine helfen mit, 6.500 Betriebe und rund 60.000 Arbeitsplätze in Wien zu sichern. Anfang September wurde ein weiteres Corona-Paket auf den Weg gebracht, das mit 50 Millionen Euro den Arbeitsmarkt, Tourismus und vor allem auch die Wiener Clubs stärken wird.

Die Wiener Wirtschaft profitiert auch vom neuen „Wien Bonus“: Künftig werden Wiener Betriebe bei Auftragsvergaben der Stadt stärker berücksichtigt werden. Ziel ist dabei eine verstärkte Beschaffung gesunder und nachhaltig produzierter regionaler und saisonaler Produkte. Das ist gut für die Umwelt und für die Wiener Betriebe! Für Bürgermeister Dr. Michael Ludwig eine klare Win-win-Situation: „Der Wien-Bonus für Unternehmen bringt mehr Umsatz für die regionale Wirtschaft, steigert die Wertschöpfung in Wien und schafft neue Arbeitsplätze in der Stadt.“

Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen!

Besonders wichtig ist es, die jungen Menschen nicht allein zu lassen. Denn es kann nicht sein, dass junge Wienerinnen und Wiener in Folge der Corona-Krise ohne Perspektive, ohne Job und ohne Zukunft dastehen. Wie dramatisch die Lage ist, zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Die Antwort Wiens darauf ist das 17 Millionen Euro schwere Wiener Ausbildungspaket. Eine eigene Jugendstiftung ist ein wesentlicher Teil davon. Diese greift arbeitslosen Jugendlichen bis 25 Jahre unter die Arme und bietet ihnen eine zweite Chance auf eine Ausbildung, insbesondere in Zukunftsberufen wie Gesundheit- und Krankenpflege und Informatik. Außerdem soll jeder Lehrling in Wien einen Lehrplatz erhalten – wenn notwendig im Rahmen der überbetrieblichen Lehrlingsausbildung, die aufgrund der Krise im privaten Ausbildungsbereich dringend benötigt wird. Das Ausbildungspaket sorgt dafür, dass zusätzliche Plätze für Lehrlinge geschaffen werden.

Die Stadt Wien ist schon jetzt die größte Lehrlingsausbilderin und geht jetzt mit gutem Beispiel voran: Die Lehrplätze der Stadt werden von 150 auf rund 300 verdoppelt! Der Wiener SPÖ-Lehrlingssprecher Benjamin Schulz fordert darüber hinaus noch mehr Engagement seitens des Bundes und der Wirtschaft: „Schaffen wir ausreichend Lehrstellen, damit unsere Jugend eine Zukunft hat!“

„Niemand wird zurückgelassen“

Aber nicht nur junge Menschen sind verstärkt von Arbeitslosigkeit betroffen, auch ältere suchen länger erfolglos Beschäftigung. Um speziell ihnen zu helfen, hat die Stadt bereits im Vorjahr die „Joboffensive 50plus“ für über 50-jährige arbeitslose Wienerinnen und Wiener ins Leben gerufen. Diese erhalten durch eine einjährige Förderung eine neue Beschäftigungschance im Bereich der Gemeinde Wien, gemeinnützigen Einrichtungen aber auch der privaten Wirtschaft. Diese Aktion wird nun ausgebaut und fortgesetzt.

Dass die Stadt eine besondere Verantwortung trägt, das ist für Stadtrat Hanke klar: „Wir werden uns auch um jene kümmern, die als Verlierer aus der Corona-Krise aussteigen. Jeder kann sicher sein, dass er nicht zurückgelassen wird.“ Das wichtigste Instrument hierfür ist der Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (waff). Dieser steht mit seinen Unterstützungsangeboten für beschäftigte Wienerinnen und Wiener von Information und Beratung bis hin zu finanzieller Förderung in vollem Umfang bereit. 24 Millionen Euro nimmt die Stadt dafür in die Hand. Unter anderem bietet der waff 1.000 Ausbildungsplätze für sichere Jobs im Gesundheits- und Pflegebereich an.

Wien investiert weiter kräftig

Denn eines ist klar: Die Corona-Krise ist noch lange nicht vorbei. Aber Stadtrat Hanke hat klargestellt, dass die Unterstützung von Arbeitslosen und von Menschen in Kurzarbeit Vorrang vor einer schwarzen Null im Budget hat. Nichts wäre kurzsichtiger, als gerade jetzt den Sparstift anzusetzen. „Wir müssen uns aus der Krise herausinvestieren“, unterstreicht Hanke und verweist auf ein 2,1 Milliarden Euro schweres Investitionspaket in neue Bauprojekte. Investiert wird auch in den Kampf gegen den Klimawandel und Maßnahmen für die Klimawandel-Anpassung. Darüber hinaus werden die Wiener Stadtwerke bis 2024 rund 4,7 Milliarden Euro im Bereich Energie und 2,2 Milliarden Euro in Öffis und Mobilität investieren.

Möglich ist das alles, weil es Wien verstanden hat, in guten Zeiten „gut“ zu wirtschaften: So hat es die Stadt 2019 geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen und dabei über 758 Millionen Euro an Rücklagen aufzubauen. Damit ist Wien für die aktuelle Corona-Krise gut aufgestellt. Die Wien Holding hat 2019 mit einem Gewinn von 76,5 Millionen Euro überhaupt das beste Ergebnis ihrer Geschichte vorgelegt. Und mit 266 euen internationalen Firmen-Ansiedelungen ist Wien der Wirtschafts-Magnet in Österreich.

Insgesamt ist Stadtrat Hanke daher zuversichtlich und sieht Wien auf einem guten Weg: „Ich bin überzeugt, Wien wird aus dieser Krise gestärkt hervorgehen! Die gut ausgebaute Infrastruktur und das soziale Netz erleichtern uns das Durchstarten, sobald die Gesundheitskrise hinter uns liegt. Wir werden weiterhin im Spitzenfeld der Metropolen Europas und der Welt bleiben!“

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