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Mediengespräch zum Thema „Joboffensive 50plus - Präsentation des Beschäftigungsprogramms für Wiener und Wienerinnen über 50 Jahre“ mit Bürgermeister Michael Ludwig und StR Peter Hanke.
© C.Jobst/PID

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Wien startet Joboffensive 50plus

Stadt Wien und AMS fördern 500 Jobs für Arbeitslose über 50 Jahre im städtischen und privaten Bereich.

Wir sind startklar mit der Wiener Joboffensive 50plus,“ freuen sich Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke bei der Präsentation des Programms. Mit der „Joboffensive 50plus“ stellt die Stadt Wien jetzt gemeinsam mit dem AMS Wien ein eigenes Angebot für über 50-jährige arbeitslose Wiener und Wienerinnen, die schon länger erfolglos Arbeit suchen, bereit. Warum ist das notwendig: Ältere haben auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor schlechte Karten, auch wenn sie gut qualifiziert, gesund, flexibel, motiviert und leistungsfähig sind. Seit 2012 ist die Arbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe um 61 Prozent gestiegen.

Durch die Joboffensive 50plus sollen nun rund 500 ältere arbeitsuchende neue Beschäftigungschancen im Bereich der Gemeinde Wien, gemeinnützigen Einrichtungen, die mit der Stadt Wien kooperieren, aber auch in der privaten Wirtschaft erhalten. Die Kosten dafür betragen insgesamt rund 12,2 Mio. Euro. Die Wiener Joboffensive 50plus läuft bis Ende 2020. Hauptziel ist es, dass möglichst viele, die in diesem Rahmen einen neuen Job bekommen haben, auch über diesen Zeitraum hinaus weiter beschäftigt werden.

Bürgermeister Michael Ludwig: „Die Joboffensive 50plus gibt 500 Arbeitslosen über 50 eine neue Chance! Das sind vollwertige Jobs mit fairer Bezahlung. Damit bekommen Arbeitslose über 50 die Wertschätzung, die sie verdienen!“

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: „Gerade ältere Arbeitslose brauchen unsere volle Unterstützung. Deshalb nehmen wir in Wien das Heft in die Hand und starten die Joboffensive 50plus. Dabei profitiert auch die Stadt als Arbeitgeberin von der Erfahrung und Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer!“

Das Vorbild für die Joboffensive 50plus ist die Aktion 20.000. Sie wurde 2017 gestartet und auf zwei Jahre anberaumt, um genau diese Zielgruppe zu unterstützen. Umso unverständlicher war der Stopp durch die türkis/blaue Bundesregierung. Besonderer Dank für das Zustandekommen der Joboffensive 50plus gilt dem AMS Wien, ohne dessen Engagement die Joboffensive 50plus in dieser Form nicht möglich wäre. Vor allem ältere Wiener, die schon lange arbeitslos sind, benötigen eine faire Chance, wieder im Arbeitsprozess Fuß zu fassen. Wenn sie die Chance auf dem freien Markt nicht bekommen, brauchen wir Modelle wie die Joboffensive 50plus.

Was ist die Joboffensive 50plus
Die Wiener Joboffensive 50plus ist ein Angebot für rund 500 arbeitslose Wiener und Wienerinnen über 50 Jahre, die mehr als 3 Monate beim AMS arbeitsuchend gemeldet sind. Welche Betriebe beteiligen sich: Die Gemeinde Wien, gemeinnützigen Einrichtungen, die mit der Stadt Wien kooperieren, und im Unterschied zur Aktion 20.000 auch Wiener Unternehmen, wenn sie Mindestsicherungsbezieher über 50 Jahre einstellen. Das Fördermodell der Joboffensive 50plus baut auf der Eingliederungsbeihilfe des AMS Wien auf und erweitert sie. Konkret übernehmen Stadt Wien und AMS Wien gemeinsam für ein Jahr zu 100 Prozent die Lohn- und Gehaltskosten für die im Rahmen der Joboffensive eingestellten Personen im kommunalen Bereich.

Es gibt eine rege Beteiligung: Über 1.800 offene Stellen sind bereits gemeldet. Die Palette an Jobs ist sehr breit. Sie reicht von Büroberufen über IT-Berufe, handwerkliche und technische Berufe, sowie Sozialberufe bis hin zu Hilfstätigkeiten in diesen Bereichen. Die Gesamtkosten für die Joboffensive betragen 12,2 Mio. Euro. Wien nimmt dafür insgesamt 4,5 Mio. Euro in die Hand. Dem AMS Wien erwachsen über seine bestehende Eingliederungsbeihilfe hinaus Zusatzkosten in der Höhe von etwa 2 Mio. Euro.

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