Aktuelles

Arena Wien
© Eva Kelety

Aktuell

Wien Holding: Auftakt für neue große Arena in Wien

Neue Indoor-Multifunktionsarena: Vorarbeiten laufen auf Hochtouren Projekt-Company gegründet, Standortanalyse beauftragt.

Wien bekommt eine neue Indoor-Multifunktionsarena für Großveranstaltungen in den Bereichen Konzert, Show, Entertainment und Sport. Die neue State-of-the-Art-Arena wird für bis zu 20.000 Besucher und Besucherinnen ausgelegt sein und zu den modernsten Arenen Europas zählen. Das haben Bürgermeister Michael Ludwig und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke bereits im September 2018 offiziell bekannt gegeben.

Realisiert wird dieses Projekt von der Wien Holding. Die Vorarbeiten laufen auf Hochtouren. Die für die Realisierung notwendige Entwicklungsgesellschaft wurde bereits gegründet und die Standortevaluierung, mit der der optimale Standort für die neue Arena festgelegt werden kann, wurde bereits beauftragt.

Führender Entertainment-Standort in Europa
„Mit der neuen Multifunktionsarena stärken wir Wien konsequent als weltweit geschätzte Kultur-, Kongress- und Tourismusmetropole. Davon profitieren die Wienerinnen und Wiener durch noch mehr Events und Stars, die nach Wien kommen, aber genauso auch die Stadt als Wirtschafts- und Tourismusstandort“, so Peter HANKE, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales.

„Die neue Arena wird ein Quantensprung für die gesamte Branche in Europa. Wir wollen damit nicht nur die besten und modernsten Rahmenbedingungen für Shows, Konzerte und Großevents im Entertainment- und Sportbereich in Europa schaffen, sondern klar zur Nummer Eins unter den größten und besten europäischen Arenen werden“, so Kurt GOLLOWITZER, Geschäftsführer der Wien Holding.

Das Investitionsvolumen für eine neue Multifunktionsarena, wie sie von der Stadt Wien geplant wird, liegt für vergleichbare neu gebaute Arenen – je nach Dimension und Ausstattung – bei bis zu 220 Millionen Euro.

Projekt-Company bereits geründet
Die Wien Holding bereitet die Konzeption, die Planung, den Bau und den Betrieb der neuen Arena vor. Dazu wurde bereits eine entsprechende Trägergesellschaft – die WH-Arena Projektentwicklung GmbH – gegründet. Sie hat die Aufgabe, eine solide und fundierte Vorbereitung und Abwicklung des Projektes zu gewährleisten. In der Gesellschaft wird das Know-how interner und externer Experten aus den Bereichen Projektentwicklung, Betriebswirtschaft, Controlling, Recht und Venue-Management gebündelt.

Standortanalyse beauftragt – Ergebnis liegt Ende Jänner vor
Als Standort für die neue Arena wird immer wieder über unterschiedlichste Areale auf dem Wiener Stadtgebiet spekuliert. Um den optimalen Standort für die neue Arena zu finden, wurde deshalb von der Wien Holding eine Standortanalyse beauftragt. Sie wird von der UIV Urban Innovation Vienna GmbH, einem Unternehmen der Wien Holding, abgewickelt. Die UIV bedient sich dazu externer Experten aus den Bereichen Raumplanung, Verkehrsplanung, Architektur, Recht, Finanzen und Wirtschaft. Die Studie erfolgt in enger Abstimmung mit den Planungsabteilungen der Stadt.

Bis zu acht Standorte werden überprüft, ob dort eine neue Arena machbar ist und welcher Standort sich am besten dafür eignet. Ausschlaggebend für die Standortwahl ist ein ausführlicher Kriterienkatalog, anhand dessen die möglichen Standorte beurteilt werden. Das Ergebnis der Standortanalyse wird bis Ende Jänner 2019 vorliegen.

Beste Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für eine neue Multifunktionsarena sind ausgezeichnet: Wien zählt für europa- und weltweit agierende Veranstalter zu den attraktivsten Städten. Hier laufen so gut wie alle europäischen Tourneerouten zusammen bzw. überschneiden sich. Die Stadt Wien und ihr Umland selbst haben ein enormes Potenzial, denn das Einzugsgebiet, das eine große neue Arena abdeckt, liegt bei einem Umkreis von rund 300 Kilometern.

Dank der Wiener Stadthalle – eine historische Arena, die mittlerweile ihren 60. Geburtstag gefeiert hat – ist Wien für die weltweit agierende Veranstaltungsbranche ein begehrter Standort in Europa geworden. Sie ist mit knapp 300 Veranstaltungen sowie rund einer Million Besucher und Besucherinnen jährlich das größte Veranstaltungszentrum Österreichs. Seit 1958 fanden am Komplex mehr als 15.000 internationale Shows und Konzerte und mehr als 70 Welt- und Europameisterschaften statt.

Warum eine neue Arena
Die Wiener Stadthalle bietet heute nicht mehr jene Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um Wien als Top-Entertainment-Standort in Europa für die Zukunft abzusichern. In den sechs Jahrzehnten seit es die Wiener Stadthalle gibt, haben sich die Anforderungen an die Arenen sowohl in baulicher und sicherheitstechnischer als auch in veranstaltungs- und produktionstechnischer Sicht stark verändert.

Anforderungen an die Arenen steigen von Jahr zu Jahr
Die Shows heute sind aufwändiger und umfangreicher. Dieser Trend wird auch weiterhin anhalten. Bei großen Rockkonzerten rollen mehr als 30 Trucks auf das Gelände. Die Deckenlasten werden immer größer, die Bühnen immer höher und breiter. Erwartet wird auch genügend Raum für Gastronomie, Merchandising und Logen bzw. Premiumseats.

Auch die Rahmenbedingungen für den An- und Abtransport des Equipments sowie die Logistik innerhalb und außerhalb der Halle entsprechen zunehmend nicht mehr jenen hohen Anforderungen, die die Branche an moderne Arenen stellt.

Darüber hinaus verfügen vergleichbare Standorte in Europa über deutlich höhere Besucherkapazitäten. Sie erhalten deshalb von den Künstlern und Künstlerinnen und deren Managements oft den Vortritt, wenn es um die Entscheidung geht, in welcher Stadt eine Tournee Halt macht. Denn die Kapazität einer Arena ist ein entscheidendes Kriterium für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Wiens als Entertainment-Standort.

Würdige Nachnutzung
Bis zur Eröffnung der neuen multifunktionellen Arena geht das Konzept von einer unveränderten Nutzung der Wiener Stadthalle während der Errichtungsdauer aus. Die Wiener Stadthalle wird weiterbestehen und auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Veranstaltungs- und Eventbusiness spielen. Für diese historische Arena wird die Wien Holding ein würdiges Nachnutzungskonzept entwickeln und eine auf diese neue Nachnutzung zugeschnittene Sanierung durchführen.

› weiterlesen

Zurück