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Stadtrat Peter Hanke und Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer
© David Bohmann

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Wien Holding-Arena: Start für Architekturwettbewerb

EU-weit offener, anonymer, zweistufiger Realisierungswettbewerb.

Wien bekommt eine neue multifunktionale Arena für Großveranstaltungen in den Bereichen Konzert, Show, Entertainment und Sport. Die neue Wien Holding-Arena für rund 20.000 Menschen wird in Neu Marx errichtet. Mit der Standortentscheidung Anfang 2019 wurde der erste wichtige Schritt zur Realisierung gesetzt. Nach den intensiven Vorbereitungsarbeiten der letzten zwölf Monate, in denen die Grundlagen wie u.a. das Raum-, Mobilitäts- und Sicherheitskonzept oder Besucherstromanalysen erarbeitet wurden, folgte am 30. Jänner 2020 der zweite Meilenstein: Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und Wien Holding-Geschäftsführer Kurt Gollowitzer gaben den Startschuss für den internationalen Architekturwettbewerb.

Neues Herzstück von Neu Marx
In Neu Marx ist in den letzten 15 Jahren ein völlig neuer Stadtteil entstanden mit den Nutzungsschwerpunkten Medien, Kultur und Kreativwirtschaft sowie Technologie, Digitalisierung und Wissenschaft. Heute arbeiten rund 7.000 Menschen an diesem Standort. Insgesamt wurden in Neu Marx bisher rund eine Milliarde Euro an Investitionen ausgelöst. „Mit der Wien Holding-Arena setzen wir einen großen Impuls bei der Entwicklung dieses Areals. Die neue Arena wird das Herzstück von Neu Marx werden. Wir laden die besten Architekturbüros aus Österreich und international ein, ihre Ideen einzubringen. Gesucht werden die besten Entwürfe für eine technisch und ökologisch auf dem neuesten Stand ausgeführte Multifunktionsarena, die europaweit zu den Top-Locations zählen wird“, erklärte Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der neuen Wien Holding-Arena und den weiteren Entwicklungen für komplementäre Nutzungen im Umfeld nochmals einen starken Investitionsschub im gesamten Stadtentwicklungsgebiet Neu Marx auslösen können, der in etwa einer weiteren Milliarde Euro in den nächsten zehn Jahren entspricht“, so Hanke weiter.

Höchste Erlebnisqualität
Die Anforderungen an die neue Wien Holding-Arena sind hoch: „Wir wollen eine Arena, die jeden Besuch zum Erlebnis macht und gleichzeitig für die VeranstalterInnen optimale Produktionsbedingungen bietet. Denn der Erfolg einer Arena hängt maßgeblich von ihrer Erlebnisqualität, der Funktionalität und Flexibilität des Gebäudes und seiner (technischen) Ausstattung sowie von der Wirtschaftlichkeit im Betrieb ab. Darüber hinaus wird die neue Arena den höchsten Sicherheitsstandards, den Kriterien der Barrierefreiheit und den neuen digitalen Technologien entsprechen. Und wir wollen bei der neuen Arena auch ein Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzen, vor allem bei Energieeffizienz und klimarelevanten Aspekten. Das alles wollen wir in einer attraktiven baukünstlerischen Qualität und Architektur realisieren“, so Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie komplex ein Projekt dieser Dimension ist. In einer technischen Machbarkeitsstudie als Vorprojekt hat die WH Arena Projektentwicklung GmbH die Vorgaben für den Architekturwettbewerb bis ins Detail erarbeitet. Hier sind auch schon Faktoren wie gesetzliche Vorschriften für Veranstaltungen – zum Beispiel vorgeschriebene Flächen pro BesucherIn und die Gestaltung der Fluchtwege –, Normen für den Bau der Besucherränge, Besucherströme, Zu- und Ablieferverkehr, Sichtachsen, erforderliche Sanitärräume und Garderoben und vieles mehr eingeflossen. Damit wird für alle TeilnehmerInnen ein fairer Wettbewerb gewährleistet, auch für jene Büros aus der EU, die die Gesetzes- und Normenlage in Österreich noch nicht exakt kennen.

Wettbewerb in Kooperation mit Architektenkammer
Der Architekturwettbewerb erfolgt in Kooperation mit der Kammer der ZiviltechnikerInnen, ArchitektInnen und IngenieurInnen für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Ausgeschrieben wird ein EU-weit offener, anonymer, zweistufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren im Oberschwellenbereich gemäß BVergG 2018. Beurteilt werden die städtebauliche, die baukünstlerische und die funktionelle Lösung sowie die Nachhaltigkeit der eingereichten Projekte und die Wirtschaftlichkeit in der Errichtung, im Betrieb und in der Erhaltung. Gemäß diesen Kriterien wählt die Wettbewerbsjury im Mai 2020 aus den Einreichungen die zehn besten Wettbewerbsarbeiten für die Stufe 2 aus und formuliert gegebenenfalls Empfehlungen für die Weiterentwicklung der eingereichten Entwürfe. Bei einer ex-aequo-Reihung können auch mehr als zehn Arbeiten in die nächste Stufe aufsteigen. Die GewinnerInnen des Wettbewerbs werden in der zweiten Stufe ermittelt. Das Ergebnis der zweiten Stufe (die WettbewerbssiegerInnen) wird im Herbst 2020 feststehen.

Hochqualifiziertes Preisgericht
Das Preisgericht setzt sich aus insgesamt elf Mitgliedern und elf Ersatzmitgliedern zusammen. Bei der Zusammensetzung der Wettbewerbsjury hat die Wien Holding gemeinsam mit der Kammer großen Wert auf entsprechende Erfahrung der Mitglieder gelegt. Den Vorsitz hat der Wiener Architekt András Pàlffy (Vertretung: Hermann Kaufmann, Architekt Schwarzach).

Zum Standort der Neuen Arena
Neu Marx im dritten Wiener Gemeindebezirk hat sich in einer umfangreichen Standortanalyse als bester Ort für die Errichtung der neuen Arena durchgesetzt. Es ist verkehrstechnisch gut erschlossen, einerseits für den öffentlichen Personennahverkehr durch die Nähe zu den U3-Stationen „Erdberg“ und „Schlachthausgasse“ sowie zur S-Bahn-Station „Wien St. Marx“. Andererseits ist Neu Marx auch für den motorisierten Individualverkehr gut erreichbar, da sich der Standort unmittelbar neben der Südosttangente befindet. Die Qualität der hochrangigen verkehrlichen Erschließung ist auf sehr hohem Niveau angesiedelt. Im direkten Umfeld der künftigen Arena sind mehr als 2.000 Stellplätze bereits vorhanden.

Wien Holding realisiert Großprojekt
Realisiert wird die neue Multifunktionsarena in Neu Marx von der Wien Holding GmbH. Sie bereitet die Konzeption, die Planung, den Bau und den Betrieb der neuen Arena vor. Dazu wurde eine entsprechende Tochtergesellschaft – die WH Arena Projektentwicklung GmbH – gegründet. Deren Aufgabe ist es, eine solide und fundierte Vorbereitung und Abwicklung des Projektes zu gewährleisten.

Mehr Informationen unter www.wienholding.at

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