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Feuerwehrleute der MA 68 im Einsatz.
© Büro des Vizebürgermeisters

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Wahre Helden in Uniform

Die Uniformierten der Wiener Feuerwehr rücken jährlich 35.000 mal aus. Sie retten Menschen aus höchster Not und riskieren dabei ihr Leben.

Sie retten Menschen, riskieren dabei ihr eigenes Leben und verhindern durch ihre mutigen Einsätze größere Schäden und Katastrophen – die gut ausgebildeten und bestens ausgerüsteten Mitarbeiter der Wiener Feuerwehr! Die Florianijünger stehen Tag und Nacht rund um die Uhr bereit, um bei Bränden oder schwierigen technischen Einsätzen sofort helfen zu können. Die „Helden der Neuzeit“ rückten 2017 zu insgesamt 35.525 Einsätzen aus. Die Feuerwehrleute arbeiten dabei eng mit der Polizei und der Rettung zusammen. In der Hauptfeuerwache am Hof befindet sich die Nachrichtenzentrale. Hier werden sämtliche Meldungen bearbeitet, die telefonisch, mündlich oder über das Tonfrequenz-Übertragungssystem einlangen. Auch die Einsätze werden hier genau koordiniert. Der Nachrichtenbeamte gibt im Ernstfall alle relevanten Daten in den Einsatzrechner ein, der über feuerwehreigene Kabel die benötigten Feuerwachen automatisch alarmiert. Detaillierte Pläne schreiben für jedes erdenkliche Szenario genau vor, welche Fahrzeuge mit welchen Besatzungen ausrücken. Jeder Einzelne weiß im Detail, was zu tun ist.

Von der Alarmierung bis zum Ausrücken dauert es bei Tag maximal 30 und bei Nacht nicht mehr als 60 Sekunden. Die schnelle Bereitschaft und die systematische Verteilung der Feuerwachen garantieren, dass jedes Objekt im Wiener Stadtgebiet innerhalb von nur sieben Minuten erreicht werden kann. Im Falle eines Großbrandes wird erhöhte Einsatzbereitschaft ausgelöst. Das bedeutet, dass alle Fahrzeuge, die sich nicht bereits am Einsatzort befinden, mit ihren Feuerwehrleuten in ihre Feuerwachen einrücken müssen. Die diensthabenden Mannschaften müssen auch nach der Dienstablöse auf ihrem Posten bleiben. Im Falle einer Katastrophe sieht der Plan vor, dass alle dienstfreien Mannschaften einrücken. Die Nachrichtenzentrale tritt dann in Kontakt mit der Katastrophenleitzentrale im Wiener Rathaus. Von hier aus kann auch das Warn- und Alarmsystem ausgelöst werden.

Die Magistratsabteilung 68 – Feuerwehr und Katastrophenschutz – beschäftigt insgesamt rund 1.600 Mitarbeiter. Rund um die Uhr versehen 480 Mann in 25 Feuerwachen ihren Dienst. Ihnen stehen 47 Löschfahrzeuge, zwölf Drehleitern, elf Kommandofahrzeuge und diverse Sonderautos zur Verfügung. Die Aufgaben der Abteilung Feuerwehr und Katastrophenschutz sind im Wiener Feuerwehr- und Katastrophenschutzgesetz definiert und beinhalten die Brandbekämpfung, die Leichenbergung, die Hilfeleistung bei öffentlichen Missständen und den Katastrophenschutz. In Wien gibt es 24 Wachen der Berufsfeuerwehr und zwei Wachen der Freiwilligen Feuerwehr. Dazu kommen 34 Betriebswehren. Insgesamt hören 3.142 Florianijünger (darunter 63 Frauen) auf das Kommando „Wasser Marsch“! Eine Jungfeuerwehr sorgt für den engagierten Nachwuchs. Das betreute Schutzgebiet umfasst 415 Quadratkilometer und ist in neun Brandschutzsektionen eingeteilt. Zu jeder Brandschutzsektion gehören eine Hauptfeuerwache und bis zu zwei Nebenwachen. Die Freiwilligen Feuerwehren werden über die Nachrichtenzentrale der Berufsfeuerwehr Wien alarmiert und rücken je nach Einsatzart alleine oder zur Unterstützung der Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr aus. Nur ein Drittel der Vorjahres-Einsätze betrafen wieder Brände.

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