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Gerald Pichowetz
© Adrian Batty

Kultur

Vorhang auf
Von Gerald Pichowetz

Eintritt

Ein Tritt? Sorry, gemeint ist natürlich der Eintritt, also jenes Geld, das Besucher für Karten im Theater, Schauspiel- oder Opernhaus auf den Tisch blättern. Man erkauft sich damit Unterhaltung, Spannung und nicht zuletzt etwas Bildung. Und der stolze Eintrittskartenbesitzer trägt dazu bei, dass Künstler, Schauspieler, Requisiteure, Stückeschreiber, Musiker usw. ein geregeltes Einkommen erhalten. Mit einem Abo hat man sich gleich etliche Aufführungen gesichert – mit oder ohne Premiere. Die Eintrittskarte bzw. das Ticket wird in manchen Kreisen sogar als „Inhaberpapier“ bezeichnet, was ein wenig an die Börse mit ihren Wertpapieren erinnert. Doch längst sind auch diese Karten vor Fälschungen nicht sicher. Das betrifft natürlich begehrte Ticktes bei seltenen Aufführungen von Stars, berühmten Schauspielern oder Sängern. Diese Tickets beinhalten oft einen Sicherheits-Magnetstreifen oder einen integrierten Chip. Auch ein maschinenlesbarer Barcode ist denkbar. Bei ausverkauften Großereignissen werden nicht selten Eintrittskarten von Betrügern nachgedruckt und diese „Blüten“ teuer verkauft. Und plötzlich gibt es für einen Platz zwei Besitzer.

Für eine Theateraufführung, auch wenn sie mit noch so guten Schauspielern besetzt ist, die eine tolle Aufführung abliefern, zahlt sich so ein Aufwand nicht aus. Bei Großkonzerten oder diversen Weltmeisterschaften hingegen schon. Internet, Cyberfälscher und Schwarzmarkt lassen grüßen…

Eintritt zahlt man ja längst nicht nur für Veranstaltungen, Bälle, Sehenswürdigkeiten, Museen oder auf Aussichtstürmen. Auch wenn einem ein gewisses Bedürfnis überfällt, wird oft ordentlich abkassiert. Die Hauptrolle übernimmt die Häuslfrau. Und natürlich gibt es enttäuschte Theaterbesucher, die eine bereits konsumierte Vorstellung so bewerten, als wäre sie keinen Cent wert.

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