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Gerald Pichowetz
© Adrian Batty

Kultur

Vorhang auf
Von Gerald Pichowetz

Der Spielplan

Das neue Jahr ist gar nicht mehr so neu – und Theaterbesucher wissen schon Wochen zuvor, was auf ihrer Lieblingsbühne nach Jahresbeginn aufgeführt wird. Mit anderen Worten: Der Spielplan steht, samt Stück, Besetzung und Terminen. Ein guter Spielplan ist vergleichbar mit der Speisekarte eines Hauben-Restaurants. Der Zuschauer sieht sich die Ankündigungen an, gustiert und entscheidet schließlich, welche Aufführung oder welches Musikprogramm er – mit oder ohne Begleitung – besuchen will. Spielpläne existieren natürlich auch im Sport, damit der Fan sich rechtzeitig Karten sichern kann. Ein Theaterdirektor muss so eine Aneinanderreihung von Terminen freilich rechtzeitig durchdenken und alle notwendigen Fragen abklären. Etwa, ob die dazu benötigten Schauspieler oder Sänger für den Theaterabend frei bzw. noch zu buchen sind. Und man achtet natürlich darauf, dass man bei der Erstellung dieser besonderen „Menükarte“ für Kulturinteressierte ein abwechslungsreiches Programm serviert – je nach Art des Hauses.

Natürlich müssen neue Stücke erst einstudiert werden. Andererseits verfügen Künstler ohnehin über ein gewisses Repertoire. Ein gut gemachter Spielplan enthält also eine Mischung aus Altbewährtem und Neuem. Und am Tag der Aufführung schlägt die Stunde der Wahrheit – bei der Premiere. Und natürlich kann man bei einem besonders gelungenen Stück noch einige Abende „anhängen“. Aber auch da muss es sich mit den Schauspielern, Musikern, Saalreservierungen usw. ausgehen. Deshalb meine Empfehlung – schauen Sie sich einfach einmal den aktuellen Spielplan vom Wiener Gloria-Theater an. Es lohnt sich bestimmt!

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