Aktuelles

SPÖ-Spitzenkandidatin für die NR-Wahl Pamela Rendi-Wagner setzt sich für ein günstiges Klimaticket für alle ein. Für nur 3 Euro pro Tag sollen die Menschen im ganzen Land alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen können.
© David Visnjic

Aktuell

Rendi-Wagner fordert günstiges Klimaticket für alle

SPÖ-Spitzenkandidatin für die NR-Wahl Pamela Rendi-Wagner setzt sich für ein günstiges Klimaticket für alle ein.

Umstieg auf sauberen Öffi-Verkehr erleichtern
„Das Klimaticket soll der Autoschlüssel der Zukunft sein“, sagt SPÖ-Parteichefin Pamela Rendi-Wagner. Damit die klimafreundlichen Öffis für noch mehr Menschen eine echte Alternative zum Auto werden, müsse Öffi-Fahren günstiger, schneller und einfacher werden. Deshalb soll auch die Infrastruktur massiv ausgebaut werden – neue Verbindungen am Land und in der Stadt sollen entstehen und Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert werden. „Ich will ein Klima-Ticket, das es einem ermöglicht, in jedem Bundesland um 1 Euro pro Tag mit Öffis zu fahren, in ganz Österreich um 3 Euro am Tag“, so die SPÖ-Chefin.

Der Plan von Rendi-Wagner sieht vor, ein 1-2-3-Klimaticket für den öffentlichen Verkehr einzuführen, das in drei Varianten zur Verfügung steht: 1 Euro für 1 Bundesland, wie in Wien, wo eine Jahreskarte nur 365 Euro kostet. 2 Euro für 3 Bundesländer, was beispielsweise für Wien, Niederösterreich und Burgenland 730 Euro kostet. Oder das Klimaticket für ganz Österreich, das es für 3 Euro pro Tag beziehungsweise 1.095 Euro im Jahr geben soll. Das 1-2-3-Klimaticket soll nach den Vorstellungen der SPÖ alle Öffi-Bedürfnisse abdecken, unkompliziert und leistbar sein. Es soll mehr Menschen den Umstieg auf sauberen und leistbaren Öffi-Verkehr erleichtern.

Finanzierung durch Klimafonds
Geht es nach der SPÖ, soll das Klimaticket als Jahreskarte bei einem neu zu errichtenden Fonds, dem sogenannten Klimafonds, bestellt werden können. Dieser Klimafonds – dotiert mit 100 Millionen Euro – soll auch für die Finanzierung zuständig sein. Damit könnten über 50.000 österreichische Klimatickets finanziert werden, wie die SPÖ vorrechnet. Die Einnahmen und Förderung gibt der Klimafonds an die ÖBB, die privaten Unternehmen und die sieben bestehenden Verkehrsverbünde weiter. Die nötigen Ausgaben sind gut investiertes Geld, vor allem wenn man bedenkt, dass allein die Folgeschäden der Klimakrise Österreich bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr kosten.

Ausbau des umweltfreundlichen Verkehrs
Der öffentliche Verkehr ist für den sozialen und ökologischen Fortschritt besonders wichtig. Deshalb will die SPÖ die Öffis nicht nur deutlich billiger machen, sondern auch das Schienenangebot erweitern. So schwebt den Sozialdemokraten nicht nur der Ausbau des europäischen Schienennetzes vor, sondern auch die rasche Elektrifizierung der Dieselstrecken. Außerdem fordert die SPÖ die Abschaffung der Steuerprivilegien für Flugverkehr und Schifffahrt auf europäischer Ebene. Die EU-weite Befreiung von Umsatzsteuer und Mineralölsteuer sei ökologisch schädlich und sozial ungerecht, weil der Bahnverkehr benachteiligt werde. Durch nachhaltige Investitionen kann jedenfalls die Wirtschaft angekurbelt werden und Österreichs Position als EU-Spitzenreiter beim Zugfahren ausgebaut werden, versichert die SPÖ.

› zum vollständigen Artikel

Zurück