Aktuelles

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
© SPÖ-Parlamentsklub/Kurt Prinz

Aktuell

Rasche Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit gefordert

SPÖ-Chefin beruft Sondersitzung des Nationalrats ein. SPÖ drängt auf rasche Hilfe für Arbeitslose und Unterstützung für Betriebe.

Fast eine Million Menschen sind ohne Job oder in Kurzarbeit. Die Situation am Arbeitsmarkt, darüber sind sich Experten einig, wird sich im Herbst aber noch weiter verschärfen. Für Pamela Rendi-Wagner ist das Grund genug, den dringenden Kampf um Arbeitsplätze in den Fokus zu nehmen: „Die Corona-Krise und die Untätigkeit der Regierung haben zigtausende Jobs gekostet“, so Rendi-Wagner, die rasche Hilfe für Arbeitslose und wirksame Unterstützung für die Betriebe fordert. „Es ist 5 vor 12“, sagt die SPÖ-Chefin, die unmissverständlich klarstellt: „Oberstes Ziel muss sein, Jobs zu retten und arbeitslos gewordene Menschen so gut wie möglich zu unterstützen.“

Zweite Welle an Pleiten und Kündigungen verhindern

Im Winter, wenn der Saisoneffekt verpufft und die Industriebetriebe ihre letzten Aufträge aus dem Herbst abgearbeitet haben, droht die Arbeitslosigkeit zu explodieren. „Weil viele Hilfen nicht ankommen und die Regierung keinen Plan hat, droht jetzt im Herbst die zweite Welle an Firmenpleiten und Kündigungen. Das gilt es zu verhindern“, sagt Rendi-Wagner, die sofortige Gegenmaßnahmen fordert. „Wir werden Druck machen, weil wir keine Zeit verlieren dürfen!“

100.000 Jobs durch 4-Tage-Woche

Durch eine staatlich geförderte, freiwillige Vier-Tage-Woche möchte die SPÖ vorhandene Arbeitsplätze sichern und 100.000 Jobs schaffen. Außerdem soll ein Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose ähnlich der „Aktion 20.000“ eingeführt und mit einem Qualifizierungsgeld sollen Beschäftigte finanziell unterstützen werden, damit sie sich um- und weiterqualifizieren können. Schließlich sollen auch jene, die in der aktuellen Krise keinen Arbeitsplatz finden, durch die Erhöhung des Arbeitslosengeldes um durchschnittlich 300 Euro pro Monat unterstützt werden.

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Besonders dramatisch ist die Lage am Arbeitsmarkt für Jugendliche und junge Erwachsene – die Arbeitslosenrate liegt hier schon bei über 10 Prozent! Rendi-Wagner warnt daher vor einer „verlorenen Generation Corona“ und schlägt einen „Corona-Not-Ausbildungsfonds“ vor. Dieser soll Betriebe, die trotz Corona-Krise Lehrlinge ausbilden, unterstützen. Außerdem sollen 5.000 zusätzliche Plätze in überbetrieblichen Lehrwerkstätten geschaffen und die Lehrstellen bei öffentlichen Dienststellen in Kooperation mit Ländern, Städten und Gemeinden aufgestockt werden.

› zum Artikel

Zurück