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Elisabeth Köstinger
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Politik mit den Menschen und nicht gegen sie!

Ein klares NEIN zur Fleischsteuer! Das vieldiskutierte Mercosurabkommen findet auch in der ÖVP in seiner derzeitigen Form keinen Anklang.

Dieses Abkommen schadet den heimischen Landwirten, es schadet dem Klima und kann von Österreich in dieser Form keine Zustimmung bekommen“, so Köstinger. „In Österreich werden jährlich 157 Mio. kg Rindfleisch konsumiert. Wenn nur 10% davon künftig aus Südamerika kommen, dann führt das zu einem zusätzlichen Ausstoß von 1 Mio. Tonne CO2“, so Köstinger weiter. Die grünlandbasierte Landwirtschaft mit kleinstrukturierten Höfen und die naturnahe Bewirtschaftung dieser, beschreibt Köstinger als extrem klimaschonend.

„Die Konsumentinnen und Konsumenten schätzen die regionale Vielfalt und die heimischen Qualitätsprodukte, die unsere Bauern erzeugen. Der beste Klimaschutz, ist der Kauf von heimischen und saisonalen Produkten.“ „Die Menschen wollen wissen wo die Produkte herkommen. „Es soll drauf stehen, was drinnen ist!“ Wenn ich der nächsten Regierung angehöre werden wir diese Herkunftskennzeichnung umsetzen. Für die immer wiederkehrende Diskussion um die Platzierung Österreichs im Klimaranking zeigt Köstinger wenig Verständnis. „Immer noch bauen auch europäische Staaten unter dem Deckmantel des Klimaschutzes die Atomkraft weiter aus.“

Ein klares Wort wünscht sie sich hierzu von der EU-Kommission: „Wir fordern eine Offenlegung der Finanzierung des geplanten Reaktorblocks in Krsko, eine mögliche Rechtswidrigkeit nach EU-Beihilfenrecht ist hier zu prüfen“. „Es kann nicht sein, dass sich unsere Nachbarländer als Klimaschützer profilieren und gleichzeitig wenige Kilometer von Wien, neue Reaktoren aus dem Boden gestampft werden.“ Atomkraft sei keine Zukunftstechnologie. Österreich geht hier einen anderen Weg. „Wir wollen bis 2030 100% unseres Stroms aus Erneuerbarer Energie erzeugen.“ Nur mit dem beschleunigten Ausbau von Biomasse, Biogas, Wind-, Wasser- und Sonnenkraft könne das Ziel erreicht werden.

Österreich soll damit zur Vorzeigenation in Europa werden, als erstes Land das Strom ausschließlich aus Erneuerbaren Trägern herstellt und vollständig auf Atom- und Kohlekraft verzichtet. Scharfe Kritik übt Köstinger am Verhalten der SPÖ bei den Übergangstarifen für Biomasse-Anlagen: „Mitarbeiter werden gekündigt, Biomasse-Werke befeuern ihre Anlagen nun mit Heizöl, weil die Umsetzung der Nachfolge-Tarife noch nicht geschehen ist. Das ist weder im Sinne der Ökostrom-Produktion, noch im Sinne des Klimaschutzes in Österreich.“

Als größtes Sorgenkind beim Klimaschutz sieht Köstinger den Verkehr. Einen Lösungsansatz dafür sieht sie in der Wasserstofftechnologie: „Neben vielen weiteren Maßnahmen, ist Wasserstoff eine der wichtigsten und saubersten Alternativen für Öffi-Busse und Schwerverkehr. Klar ist, dass es hier eine notwendige Infrastruktur, nämlich Wasserstofftankstellen braucht.“ In der Stadt sieht Köstinger die Elektromobilität als richtigen Weg. „Gerade auf Langstrecken und beim Schwerverkehr braucht es allerdings Alternativen“. Allen, die Wasserstoff als utopisch anzweifeln, entgegnet Köstinger: „Die Wiener Linien haben kürzlich erst die Beschaffung der ersten Wasserstoff-Busse ausgeschrieben. Wasserstoff ist also nicht nur Zukunftstechnologie sondern bereits Realität!“

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