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SPÖ-Parteivorsitzene Pamela Rendi-Wagner im aktuellen Interview mit "DAS WIEN".
© Kurt Prinz

Aktuell | Interview

Pamela Rendi-Wagner: Mit Menschlichkeit zum Sieg

SPÖ-Parteivorsitzene Pamela Rendi-Wagner im aktuellen Interview mit "DAS WIEN".

Das Wien: Sie sind in den letzten Wochen durchs ganze Land getourt. Wie läuft der Wahlkampf der SPÖ?
Rendi-Wagner: Ich habe drei Bundesländer-Touren hinter mir, auf denen ich mit Menschen aus vielen Regionen gesprochen habe. Was ich da spüre, ist, dass mir die Menschen zunehmend Vertrauen und Zustimmung entgegenbringen. Wir haben eine gute Dynamik, wir bewegen uns in den Umfragen hinauf. Natürlich gibt es noch viel aufzuholen. Darum werden wir bis zum Schluss mit aller Kraft um das Vertrauen der ÖsterreicherInnen kämpfen.

Das Wien: Ibiza-, Schredder- und Casino-Affäre haben viele Österreicher schockiert. Jetzt droht ein Schmutzkübel-Wahlkampf. Wie erleben Sie die innenpolitischen Entwicklungen?
Rendi-Wagner: In den letzten Monaten ist durch zahlreiche Skandale viel Vertrauen in die Politik verloren gegangen. Dieses Vertrauen möchte ich wieder herstellen. Ich stehe für einen politischen Neustart in Österreich. Ich will konkrete Antworten auf die Sorgen und Wünsche der ÖsterreicherInnen geben. Deshalb lehne ich Schmutzkübel entschieden ab. Noch kein einziger Schmutzkübel hat einen Arbeitsplatz geschaffen, mehr Hausärzte aufs Land gebracht oder die Klimakrise bekämpft.

Das Wien: Auf welche Themen wird die SPÖ im Wahlkampf setzen?
Rendi-Wagner: Die SPÖ war immer die Partei, die das Gemeinsame vor das Trennende gestellt hat. Ich will das Leben aller Menschen in Österreich spürbar verbessern. Neben fairen Löhnen, bester Gesundheitsversorgung, einer Pflegegarantie und leistbarem Wohnen setze ich daher auch auf Klimagerechtigkeit, weil es ein großes soziales Thema ist.

Das Wien: Sie sagen, die Politik dürfe es sich beim Klimaschutz nicht zu leicht machen. Wie wollen Sie die Menschen beim Klimaschutz mitnehmen?
Rendi-Wagner: Viele Menschen am Land sind aufs Auto angewiesen, um in die Arbeit zu kommen. In Eisenerz hat mir ein Steirer gesagt: „Gut, dann machen sie das Benzin teurer. Für mich ändert sich nichts, nur der Weg in die Arbeit ist teurer.“ Nur gemeinsam schaffen wir‘s aus der Klimakrise. Deshalb will ich, dass die Öffis ausgebaut werden und die Tickets so günstig werden, dass sie sich alle leisten können. Mit meinem Klimaticket kann man pro Tag um 1 Euro pro Bundesland, für 2 Euro in 3 Bundesländern und für 3 Euro in allen Bundesländern die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Pendler, die auf die Bahn umsteigen, sollen mit dem SPÖ-Klimabonus belohnt werden. Wir müssen mutige Politik machen und die Menschen unterstützen, damit sie umweltfreundliches Verhalten leben können.

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