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Maria Stern, Chefin der Liste Pilz
© CRListePilz eigen/Mathias Janko

Interview | Politik

„Österreich bewegt sich derzeit Richtung Balkan...“

Scharfe Kritik von Maria Stern, Chefin der Liste Pilz, an der türkis-blauen Bundesregierung. Die ehemalige Lehrerin setzt sich für Quotenfrauen ein und sieht sich als Kämpferin gegen Kinderarmut.

Sie ist Krimi-Autorin, Pädagogin, Singer-Songwriterin, nahm sogar Schauspielunterricht und gilt als das „offizielle“ Gesicht der Liste Pilz: Parteichefin Maria Stern, Jahrgang 1972. Die Liste Pilz wird, so Stern im Interview mit „Das Wien“, bei den Wiener Gemeinderatswahlen und den EU-Wahlen antreten.

Das Wien: Geschätzte Parteichefin Stern, nach den Turbulenzen, Rauswürfen und anderen „Kinderkrankheiten“ in Ihrer Partei. Kann man den Satz bemühen – „ein neuer Stern ist aufgegangen“?
Stern: Da der Satz poetisch ist, können wir ihn gerne so stehen lassen. Es gibt allerdings von Nietsche noch einen schöneren Satz, der auch ganz gut passt: „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“

Das Wien: Was viele Menschen verstört hat: Es gab den Eindruck, dass wegen rund 8400 Euro brutto NR-Gehalt niemand freiwillig für Listengründer Peter Pilz auf sein Mandat verzichten wollte. Motto: Wir möchten alle zum Trog…
Stern: Kein Kommentar

Das Wien: Sie sind auch Krimi-Autorin: Werden Sie später ein Buch über Querschüsse, Intrigen und Parteifreunde veröffentlichen?
Stern: Diesen Krimi schrieb ich bereits ein halbes Jahr bevor ich in die Politik ging. „Wassermann“ trifft das Geschäft ziemlich gut. Auf der einen Seite ist die Realität schmutziger als das Buch, auf der anderen Seite wird im echten Leben nicht gemordet. Passt also.

Das Wien: Haben Sie die Volksbegehren unterschrieben – wenn ja, welche?
Stern: Ich unterschrieb selbstverständlich das Frauenvolksbegehren, da es die Lebensverhältnisse von 52% der Bevölkerung verbessern wird, wenn die Forderungen umgesetzt werden. Das Rauchervolksbegehren hab ich auch unterschrieben. Wegen Relevanz.

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