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Bio-Gärtner Karl Ploberger
© Christoph Böhler

Freizeit | Interview

„Nur Natur pur – da freut sich auch der Regenwurm“

Österreichs prominenter Bio-Gärtner Karl Ploberger gibt im „Das Wien“-Interview erste Tipps für die beginnende Gartenzeit. Der „Blumenbändiger“ empfiehlt für das Büro den „Elefantenfuß“. Das praktische Hochbeet steht hoch im Kurs.

Schon als Kind war er von bunten Blumen fasziniert. Heute gilt er als „Vorzeige-Biogärtner“, hält zahlreiche Vorträge und gibt in den verschiedensten Medien wertvolle Ratschläge über „Biologischen Gartenbau“ und „Naturgärten“: Karl Ploberger, ORF-Moderator und leidenschaftlicher „Pflanzenflüsterer“. Der gebürtige und sympathische Oberösterreicher, Jahrgang 1959, lässt sich von den Farben und Düften der Pflanzenwelt verzaubern.

Das Wien: Sie haben zunächst Handelswissenschaft studiert, wurden Journalist und Moderator. Wie sind Sie bei Garten und Blumen „gelandet“? Wie wird man zum „Pflanzenflüsterer“?
Ploberger: Garten ist seit meinem 6. Lebensjahr mein Hobby. Daher sage ich immer: „Ich arbeite nicht, sondern ich genieße es mein Hobby auszuleben“.

Das Wien: Sie haben ein Buch mit dem Titel „Der Garten für intelligente Faule“ herausgegeben. Was kann man sich darunter vorstellen?
Ploberger: Das ist mein erstes und liebstes Buch. Ich wollte und will damit das biologische Gärtnern einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft machen. Gärtnern mit und nicht gegen die Natur ist einfacher und macht weniger Arbeit. Beispiel: Das Mulchen. Der Boden wird mit bsp. Grasschnitt bedeckt. Da muss man weniger gießen und es wächst weniger Unkraut. Und der Regenwurm freut sich.

Das Wien: Ihr letztes Werk – um welches Thema ging es da? Wie lautete der Titel?
Ploberger: Erschienen ist das Werk letztes Jahr und verbindet Küche und Garten. „Gartenlust und Küchenzauber“ habe ich mit meiner Tochter geschrieben. Einfache, aber köstliche Rezepte für die Küche. Einfache und biologische Tipps für den Garten.

Das Wien: Sie bezeichnen sich als Biogärtner. Was kann man unter diesem Begriff verstehen?
Ploberger: Ganz einfach: Keine Chemie, kein Gift. Nur Natur pur.

Das Wien: Haben Sie den „grünen Daumen“?
Ploberger: Ich denke mehr als einen. Als Kind habe ich schon begonnen, als Jugendlicher das 1. Glashaus selbst gebaut und heute liebe ich meinen 2500 m2 großen Garten.

Das Wien: Der Frühling steht vor der Tür, Pflanzen blühen. Was steht zuerst bei Blumen im Garten oder auf dem Balkon an?
Ploberger: Farbe und Duft sind jetzt gefragt. Primeln, Narzissen, Hyazinthen, aber auch schon Kräuter, Salate und der Kohlrabi dürfen nicht fehlen.

Das Wien: Und was sollte man schon im Gemüsegarten beherzigen?
Ploberger: Eine alte Faustregel sagt: Die Beete erst betreten, wenn keine Erde mehr an den Stiefeln kleben bleibt. Daher nicht übereilen. Aber dennoch: unter Vlies lassen sich schon Salate und Kohlrabi ziehen. Meine Favoriten: Asiasalate. Sie überstehen auch einige Minusgrade problemlos.

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