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HC Strache
© Selina de Beauclair

Aktuell | Interview

Mein Energie-Level ist hoch wie schon lange nicht mehr

Selbstverständlich werden auch rechtliche Schritte geprüft, die gute Aussichten auf Erfolg haben, um hier einen Riegel vorzuschieben.

Das Wien: Herr Strache, Sie stehen unter Dauerfeuer der Medien, Stichwort angebliche Trennung, Spesen usw. Wie gehen Sie mit der aktuellen medialen Situation um?
HC Strache: Kurz nach meinem Wiedereintritt in die Politik war die Belastung für mich und meine Familie sehr groß, aber mittlerweile sehe ich das mit einer gewissen Gelassenheit. Mittlerweile hat das ganze ja System, und HC Strache dient als beliebtes Mittel um von den unerträglichen Zuständen unseres angeblichen Rechtsstaates abzulenken. Da werden angebliche Skandälchen und glatte Verleumdungen und Lügen benutzt, um von den wahren Skandalen abzulenken, die gewisse Leute lieber nicht in den Schlagzeilen sehen wollen. Da druckt man dann lieber noch eine frei erfundene Trennungsgeschichte zwischen mir und meiner Frau, bevor man die Menschen darüber aufklärt, dass es in diesem Land anscheinend eine Zwei-Klassengesellschaft und -Justiz gibt. Wer sich im Dunstkreis von rot-grün-türkisen Netzwerken befindet, wird geschützt, andere zum medialen Abschuss freigegeben. Aber dank der existierenden sozialen Netzwerke erobere ich mir jeden Tag mehr und mehr meine Stimme zurück.

Das Wien: Genau an Ihrem Geburtstag wurde auf der Titelseite der Kronen Zeitung eine Schlagzeile über angebliche Potenzmittel gepostet. Wie werden Sie darauf reagieren?
Strache: Ich war absolut schockiert. Weil der Sinn dieser Schlagzeile war einzig und alleine die Diffamierung meiner Person und indirekt natürlich auch meiner Familie. Was geht in einem Chefredakteur vor, der eine solche Schlagzeile genehmigt? Wer ein Problem mit mir und meinen Positionen hat, kann jederzeit den politischen Diskurs suchen. Ich verstecke mich vor niemandem.

Aber hier mit Spekulationen und Gerüchten über meine Gesundheit Stimmung gegen mich machen zu wollen, ist absolut verwerflich. Wenn eines der größten Medien dieses Landes praktisch eine Rufmordkampagne gegen mich fährt, dann bereitet das schon Kopfzerbrechen. Selbst Journalisten von Standard bis Falter – mit denen ich inhaltlich oft und gerne die Klingen gekreuzt habe – haben sich ausdrücklich von dieser Art der Verleumdung und des tiefen Niveaus distanziert. Das freut mich und hat gezeigt, dass es für manche Journalisten in Österreich sehr wohl auch noch moralische und ethische Grenzen gibt. Selbstverständlich werde ich auch rechtliche Schritte prüfen, die sehr gute Aussichten auf Erfolg haben, um hier einen Riegel vorzuschieben. Wenn die Krone politisch debattieren will, muss man nur zum Hörer greifen. Aber wer auf Verleumdungen setzt, wird von meinem Anwalt hören.

Das Wien: Wie weit lenken Sie diese Schlagzeilen von Ihrer eigentlichen Arbeit ab, wieviel Zeit nimmt diese Brandbekämpfung in Anspruch?
Strache: Es ist ein Ärgernis, aber jetzt nichts was mir zahllose schlaflose Nächte bereitet. Ich habe mittlerweile ein starkes Bürger-Team um mich, mit dem diese „Brandbekämpfung“ wie Sie es nennen, rasch und effektiv erfolgt. Mittlerweile haben ja auch die Menschen durchschaut, dass es hier nur um Anpatzerei und die Profilierungssucht mancher Medien geht. Nachdem ich in meiner gesamten politischen Karriere nie den Boden der Legalität verlassen habe, muss man jetzt eben Gerüchte und Skandale zusammendichten, um gegen Strache schreiben zu können. Man will mich in die Knie zwingen, dies wird aber nicht gelingen. Und meine Mitbewerber haben offensichtlich vor meinem starken Comeback in Wien Angst. Denn was tut den Mächtigen richtig weh? Eine Stimme für HC. Das wird die Bürger-Corona-Rache mit einer Stimme für HC Strache. Da kann es in Wien ein politisches Erdbeben geben am 11. Oktober, welches man in ganz Österreich spüren wird.

Das Wien: Wir befinden uns noch nicht einmal im Wahlkampf, was glauben Sie kommt hier noch auf Sie zu?
Strache: Wenn die letzten Wochen ein Maßstab sind, wird das sicher noch unschön und noch tiefer werden. Vor allem erwarte ich mir, dass je größer der Druck auf die derzeitige Bundesregierung und meine Mitbewerber wird, desto mehr werden deren Verbündete in den Medien versuchen vom Versagen von Kurz und Co. abzulenken. Es hat ja schon etwas fast Absurdes an sich, wenn im ganzen Land die Wirtschaft kollabiert, Massenarbeitslosigkeit droht und die Schlagzeile ist eine völlig harmlose Apothekenrechnung von HC Strache, welche ich privat bezahlt habe. Die Angst wird spürbar, weil viele Fehler – wie beispielsweise die Abschaffung des Epidemiegesetzes oder das Auszahlen der Unterstützungen über die Wirtschaftskammer statt über die Finanzämter – mit mir und meiner damaligen FPÖ nicht passiert wären. Und das lässt sich leicht belegen. Niemand ist ein größerer Gegner des anachronistischen Kammerzwanges in Österreich als ich. Alleine deshalb hätte ich einer Machtvergrößerung der Wirtschaftskammer während der Krise in einer Regierung niemals zugestimmt. Manchen dämmert langsam, dass man wegen eines – zugegeben peinlichen – Videos vielleicht doch nicht die Absetzung eines erfolgreichen Vizekanzlers und einer erfolgreichen Regierung hätte zulassen sollen. Eines ist ja klar geworden: Wann immer sich die ÖVP in den letzten Wochen zwischen österreichischen und Parteiinteressen entscheiden musste, kam die Partei an erster Stelle. Das war mit mir in der Regierung – Siehe Ablehnung des UN-Migrationspaktes – anders!

Das Wien: Wer ist eigentlich Ihr Gegner im Wahlkampf, die FPÖ oder Rot/Grün?
Strache: Ich führe keinen Wahlkampf gegen jemanden, sondern für die Menschen, für uns Österreicher. Und das beginnt in Wien. Je stärker wir in Wien abschneiden, umso mehr können wir Wien von einer Stadt des Verwaltens wieder in eine Stadt des Gestaltens verwandeln. Und es wird Gestaltung bitter nötig haben, da als eine Konsequenz der völlig überzogenen und falschen Corona Maßnahmen der Bundesregierung und der Schockstarre der Wiener Stadtregierung das wirtschaftliche und soziale Überleben dieser schönsten Stadt Europas in ihren Grundfesten bedroht ist. Über die Hälfte aller Gastronomiebetriebe sind vom Konkurs bedroht, und mit dem wirtschaftlichen Schaden wird sich auch die fehlgeleitete Integrationspolitik der letzten Jahre voll in ihren negativen Konsequenzen niederschlagen.

Von den Grünen kommen in Wien ja nur noch Absurditäten wie Swimming Pools am Gürtel, Pop-up-Radwege, Verkehrsstaus oder Ähnliches. Da ist Chaos offenbar Programm, und Bürgermeister Ludwig ist hier unfähig einen Riegel vorzuschieben. Er ist quasi der Lokführer, der nicht weiß, wohin die grünen Wagons fahren.

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