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HC Strache und Christian Höbert
© (2) Philipp Enders

Aktuell | Interview

Medienwelt mag noch frei sein – "Objektiv" aber nicht

Dies hat sich ja auch bei der Ibiza-Sache bestätigt. Es bestand nie ein wirkliches Interesse an einer raschen und fairen Aufklärung.

Das Wien: Aktuell gibt es große Aufregung um den angeblichen Wohnsitz des Spitzenkandidaten des Team HC Strache. Was ist an den Vorwürfen dran und wie gehen Sie mit diesen Anschuldigungen um?
HC Strache: Shakespeare würde sagen „Viel Lärm um nichts.“ Ich habe seit 2005 jede Wahl – egal ob Gemeinde oder Nationalrat – von Wien aus geschlagen. Ich habe in Wien 2005 den Grundstein für den Wiederaufstieg der FPÖ aus der Bedeutungslosigkeit gelegt – und jetzt plötzlich heißt es, ich würde seit 19 Jahren nicht in meiner Stadt leben? Lächerlich. Wer an Wien als meinem Lebensmittelpunkt zweifelt, hat offenbar von meiner politischen Laufbahn in den letzten 15 Jahren nichts mitbekommen. Das wird sich in Zusammenarbeit mit den Behörden – welche diesen Anpatzungen natürlich nachgehen müssen – in den nächsten Wochen alles klären.

Christian Höbart: In Wahrheit ist das der verzweifelte Versuch unserer Gegner, uns von der Arbeit abzuhalten und uns vor allem als Angstgegner aus dem Rennen zu drängen. Aber grundsätzlich beschäftigen wir uns nicht mit solchen Dummheiten, bei denen versucht wird den Spitzenkandidaten der Bürgerbewegung, anzupatzen.

Das Wien: Man hat das Gefühl, dass fast jede Woche neue Verfehlungen und mögliche große Fehler entdeckt werden. Glauben Sie nicht, dass das die Unterstützer und die Wähler langsam nervt?
Höbart: Hier werden definitiv keine Verfehlungen oder große Fehler aufgedeckt, sondern hier wird mit aller Macht versucht solche zu erfinden und es werden permanent haltlose Unterstellungen in den Raum gestellt. Unter dem Motto: na irgendwas wird bei den Wählern schon hängen bleiben, egal ob es stimmt.

Strache: Was die Unterstützer nervt sind die offensichtlichen Versuche mit immer absurderen Verleumdungen eine sachliche Diskussion mit mir zu vermeiden. Tatsache ist, dass ich inhaltlich seit 15 Jahren in praktisch allen Bereichen recht behalten habe. Die Migrationsfrage hat sich verschärft, ebenso die Probleme in der Altersvorsorge und der Pflege oder der mangelnden Integration im Bildungssystem. Was haben mich meine politischen Gegner gescholten, als ich mit Vehemenz darauf hinwies, dass Wien nicht Istanbul werden darf und dass der politische Islam eine Existenzbedrohung für unsere heimische Kultur ist. All das spielt sich jetzt in Echtzeit vor unseren Augen ab, und wie zu erwarten versucht man den einzigen Politiker, der konsequent davor gewarnt hat, wieder mundtot zu machen.

Das Wien: Es gibt noch andere Parteien die gerade um Unterstützungserklärungen kämpfen wie VOLT und DIE LINKE. Diese Kleinparteien warnen die Menschen im Internet und den Sozialen Netzwerken vor den Standorten der Team HC Strache Infostandln und versuchen die Bürger von einer Unterschrift abzuhalten. Finden Sie das demokratisch und in Ordnung?
Strache: Das ist weder demokratisch noch in Ordnung und offenbart die neben dem politischen Islam zweite große Gefahr. Besonders auf der politischen Linken macht sich zusehends ein fast religiös anmutender Radikalismus breit, in dessen Namen alles erlaubt ist. Es stimmt bedenklich, dass mit den Grünen eine Partei in der Stadtregierung sitzt, welche zum Teil offen mit diesen Bewegungen sympathisiert. Einschüchterung politisch Andersdenkender und der Versuch diese von der Ausübung ihrer demokratischen Grundrechte abzuhalten offenbart eine faschistische Geisteshaltung – und ich wähle diesen Begriff bewusst. Würden sich rechte Gruppen so verhalten wäre die gesamte Medienlandschaft in Aufruhr, aber mit dem Linksfaschismus scheint man keine Berührungsängste zu haben.

Höbart: Wir mussten das in den letzten Wochen fast täglich vor den Magistraten erleben, dass unsere Freiwilligen bespuckt, übelst beschimpft und mit glühenden Zigaretten beworfen wurden. Das ist anscheinend die linke Vorstellung von Demokratie. Ganz ehrlich, das erinnert fast schon an eine sehr dunkle Zeit.

Das Wien: In einschlägigen Foren wie FPÖ Fails wurde die genaue Adresse von HC Strache, sowie Fotos seines Autos veröffentlicht und von den Betreibern wohlwollend zur Kenntnis genommen. Ist das für Sie ein Aufruf zu Tätlichkeiten gegen den Spitzenkandidaten?
Höbart: Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn eine rechte Plattform die persönlichen Daten von einem anders gesinnten Politiker veröffentlichen würde. Sämtliche Minister und auch unser Bundespräsident würden sich besorgt zu Wort melden und vor dem Rechtsruck warnen. Da es hier aber „nur“ gegen HC Strache geht, wird das nicht nur toleriert, sondern in vielen politischen Kreisen sogar goutiert. Dies Entwicklungen sind wirklich traurig und brandgefährlich.

Strache: Eine weitere faschistische Methode von sogenannten "Antifaschisten". Man ruft nicht direkt zu Tätlichkeiten auf, sondern veröffentlicht Adressen und ähnliches. „FPÖ Fails“ und andere Foren sind dann zwar nicht verantwortlich, aber haben dem gewaltbereiten Arm ihrer Gesinnungsgenossen die Informationen geliefert, die sie brauchen. Am Ende bleibt die Einschüchterung aller, welche die linke Weltsicht nicht teilen. Auf Universitäten werden Studenten welche sich als Konservative outen verprügelt, Professoren, welche sich nicht dem linken Mainstream beugen werden unter Druck gesetzt und so weiter. 

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