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Interview mit Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding
© Babara Nidetzky

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Kurt Gollowitzer: Mit voller und ganzer Kraft für Wien

Interview mit Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding

Seit 1. September 2018 leitet Kurt Gollowitzer den Wien Holding-Konzern. Im Interview zieht er Resümee über sein erstes Jahr als Wien Holding-Chef, spricht über aktuelle Projekte sowie die Ziele des Konzerns. Und er gibt einen Ausblick auf das Wirtschaftsjahr 2019.

Das Wien: Seit einem Jahr sind Sie Chef der Wien Holding. Wie ist Ihr erstes Jahr als Konzernchef gelaufen?
Gollowitzer: Es waren intensive Monate mit einem enormen Arbeitspensum. Doch mir wurde der Einstieg sehr erleichtert. Einerseits von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mich vom ersten Tag an voll unterstützt haben. Andererseits habe ich ein gut aufgestelltes Haus von Peter Hanke übernommen. Und ich kenne den Konzern selbst sehr genau, weil ich seit mehr als einem Jahrzehnt hier tätig bin. Vom Prokuristen in der Wien Holding selbst über die unterschiedlichsten Positionen im Konzern, zuletzt als Geschäftsführer der Wiener Stadthalle.

Das Wien: Was hat Sie an der Aufgabe, die Wien Holding zu leiten, besonders gereizt?
Gollowitzer: Die Wien Holding ist eines der wichtigsten Instrumente, wenn es darum geht, die Stadt weiterzuentwickeln. Wir haben 75 Unternehmen unter unserem Dach vereint in den vier Geschäftsfeldern Kultur, Immobilien, Logistik und Medien. Die Stadt wächst und mit ihr wachsen die Aufgaben, aber auch die Verantwortung der Wien Holding. Für mich ist es eine riesige Chance und auch eine spannende Herausforderung, den Konzern für die Zukunft zu rüsten.

Das Wien: Was sind die größten Herausforderungen und Ziele?
Gollowitzer: Für mich sind drei Bereiche ganz zentral. Erstens ist die Wien Holding ein öffentliches Unternehmen im Eigentum der Stadt Wien. Das heißt, sie gehört allen Wienerinnen und Wienern. Unsere Arbeit, unsere Unternehmen und unsere Projekte sind darauf ausgerichtet, unmittelbare und spürbare Vorteile für die Menschen sowie die Lebensqualität in der Stadt zu bringen. Zweitens stehe ich für ein gesundes und werthaltiges Wirtschaften. All unsere Unternehmen sind privatwirtschaftlich organisiert und auf Ertrag ausgerichtet. Sie haben vernünftig, ordentlich und sparsam zu agieren. Aber es geht uns nicht vordergründig um eine Gewinnmaximierung um jeden Preis. Wir investieren unsere Gewinne und Einnahmen wieder in neue reale, spürbare Projekte. Und drittens verstehe ich die Wien Holding als Motor für den Wirtschaftsstandort Wien, der mit seinen Investitionen und seiner Wirtschaftskraft Wachstum und Arbeitsplätze schafft und damit Wien nachhaltig weiterbringt. Diese drei Säulen sind unser Credo, das gilt für all unsere Geschäftsfelder. Egal, ob wir die neue Wien Holding-Arena errichten, den Hafen Albern vor Hochwasser schützen, einen neuen Twin City Liner bauen oder ganze Stadtviertel neu entwickeln.

Das Wien: Wie steht die Wien Holding wirtschaftlich da?
Gollowitzer: Die Wien Holding konnte für das Jahr 2018 das beste Ergebnis in ihrer Unternehmensgeschichte vorlegen. Rund 552 Millionen Euro Umsatz im Gesamtkonzern, eine Bilanzsumme von rund einer Milliarde Euro, ein Gesamt-Konzernergebnis von 64,6 Millionen Euro. Diese Bilanz zeigt aber auch nachdrücklich, dass unsere Strategie klug ist, gewinnbringende Wirtschaftsunternehmen und Betriebe mit gemeinwirtschaftlichen Aufgaben nach klaren Strukturen unter einem Konzerndach zu bündeln. Wir sind ein starkes Unternehmen, fahren einen gesunden Finanzkurs, der uns genügend Spielraum für Investitionen lässt. Und es läuft auch heuer ausgezeichnet. Die Zahlen gehen weiter nach oben. Zwar sind wir noch mittendrin im Jahr 2019, wenn es aber so bleibt, dann gehen wir davon aus, dass wir unser bisheriges Rekordergebnis nicht nur halten, sondern auch weiter steigern können.

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