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Edi Finger jun.

Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Der alpine Skirennsport befindet sich in einer ganz gefährlichen Krise. Das neue Material passt einfach nicht mit dem Fahrstil der Frauen zusammen. Persönlich bin ich verwundert, dass die Skifachleute des ÖSV Kreuzbandriss um Kreuzbandriss im eigenen Team erdulden ohne zu reagieren.

Verletzungen bei schweren Stürzen können leider immer passieren, sie sind Teil des alpinen Skirennsports. Die Häufung der Kreuzbandrisse beim Training sollte aber zum Nachdenken anregen.

Letze tragischer Fall: Ausnahme Sportlerin Anna Veith, die sich beim Training einen Kreuzbandriss zuzog.

12 schwere Knieverletzungen in einem halben Skiwinter sind einfach zu viel. Natürlich haben auch die Männer - die zwar bei der Muskulatur stärker ausgebildet sind - die gleichen Probleme. Es geht nicht nur um die Radien der Carving Ski, es geht auch um die Abstimmung Ski, Schuh, Bindung. Ganz ehrlich – so macht der Skisport keine Freude mehr.

Die FIS als der internationale Skiverband, ist und bleibt sowieso eine mehr als wundersame Arbeitsgruppe. Wenn ein Rennläufer in 3000 m Höhe kurz vor dem Rennen einen Atemzug aus einer Sauerstoffflasche macht, wird er sofort disqualifiziert, da sind Funktionäre schnell und konsequent zur Stelle. Wenn sich aber 12 Topstars wie die österreichische Athleten schwerst verletzten, gibt es keine Reaktion der FIS.

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