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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Ganz ehrlich mit großer Freude und ein bisserl Österreicher Stolz verfolge ich die Auftritte von Ralph Hasenhüttl in der Premier League. Hasenthüttls Trainerlaufban ist eine völlig normale Karriere eines Superstars. Schade nur, dass in der langen Liste der Vereine des Steirers kein österreichischer Klub aufscheint. Nicht, weil es in seinem momentanen Finanzmodell nicht passt, sondern weil man ihn einfach nicht wollte. Hasenhüttl hat natürlich nach seinen diversen Trainerarbeiten versucht bei seinem Ex-Verein Austria unterzukommen, aber da haben wir, leider wie so oft in Wien, das Angst Syndrom. Man entscheidet sich lieber für einen drittklassigen deutschen Trainer, als für einen talentierten Österreicher. Southampton, da braucht man kein Prophet zu sein, ist sicher das Sprungbrett für Hasenhüttl zu einem Topverein der Premier League. Damit hat Hasenhüttl als erster Österreicher ein Engagement in den beiden besten Ligen: europäische, deutsche Bundesliga und Premier League gefunden. Imponierend auch das wirklich sehr gute Englisch des Steirers und sein Schmäh. Scherzhaft hat er auch auf das Schicksal der Titantic angespielt, wie wir wissen, ist die von Southampton nach New York aufgebrochen.

Aber auch ein anderer Steirer zeigt unseren Klub Funktionären wie´s geht. Roman Mählich bringt wieder Ruhe nach Sturm Graz.

Sehr oft muss ich mich an die Worte meines vor 29 Jahren verstorbenen Vaters Ing. Edi Finger erinnern: Wir haben keine Fußballkrise, wir haben eine Funktionärskrise.

Wie wahr, wie wahr! Leider stimmt diese Analyse auch nach fast drei Jahrzehnten.

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