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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Fußball in Österreich

Der österreichische Vereinsfußball schlittert immer mehr – ausgenommen natürlich die Supertruppe der Bullen aus Salzburg – in die Mittelmäßigkeit des Fußballs. Die große Hoffnung ist der Sprung von Salzburg in die Champions League, der bisher noch nie gelang. Mit dem Fixplatz im nächsten Jahr wird es endlich geschehen. Damit sind aber die Probleme unseres Fußballs keineswegs ausgeräumt. Ein Satz des Bayernpräsidenten Uli Hoeneß geht mir nicht aus dem Kopf: “Ich werde in den nächsten Jahren mein Präsidentenamt zurücklegen und suche einen passenden Nachfolger.“ „Er muss - so Hoeneß - aus dem Fußball kommen.“ Damit fallen praktisch alle Präsidenten der österreichischen Klubs durch das Raster. Vergangenheit als Handy General, Spielermanager und Drucksorten Größen kommen im Weltbild des Ulli Höneß nicht vor. Auch Austrialegende Toni Polster stößt in dieses Horn: „Das ist alles, alles zu viel. Man muss Kraetschmer (Vorstand Wr. Austria) die gesamte sportliche Kompetenz entziehen.“ Auch Rapid Legende Hans Krankl versteht die grün-weiße Welt nicht mehr. Der typische Goliadorsager: “Er“ - gemeint ist der Rapid Präsident Krammer - „hat keine Beziehung zu Fußball“ und Krankl noch deutlicher, auf gut wienerisch „er kennt sich im kicken ned aus.“ Das Einzige. was mich an dieser Sache als wirklichen Liebhaber des Fußballs schmerzt, ist: Die Realität wird von den Fachleuten erkannt, aber von den Vereinen nicht einmal ignoriert.

Und wenn´s nicht klappt, wie bei Rapid, Austria, Sturm, Admira etc. fliegt eben einfach der Trainer.

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