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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Der sinnlose Protest

Rapid hat nicht nur den zahlenmäßig größten Anhang in Österreich, sondern auch die treuesten Fans. In der Vergangenheit haben wir leider erleben müssen, dass die grün-weiße Anhängerschar manchmal über das Ziel hinausschießt.

Zuletzt haben sich die Fans im Allianz Stadion vor der Partie gegen Hartberg über ihren Ärger gegen die Geisterspiele Luft gemacht. Das emotionelle, riesige Transparent hat durch seinen frauenfeindlichen Text die Ethik Kommission der Bundesliga auf den Plan gerufen. Rapid muss eine Stellungnahme abgeben, und kann mit einer deftigen Strafe rechnen. Nicht verständlich ist die Reaktion des Rapid-Finanzchefs Peschek, der das Transparent quasi unter der Bezeichnung der persönlichen Freiheit gestellt hat, was in diesem Zusammenhang keine gute Begründung war.

ÖFB-Präsident Windtner ist genauso entsetzt über dieses Transparent gewesen, wie Rapid-Sportdirektor Zoran Bariši? und Cheftrainer Didi Kühbauer. Mir persönlich tut es leid für Rapid, denn sie werden sicher eine völlig unnötige Strafe bekommen, aber vielleicht können sie sich trösten, die von ihnen nicht geliebten Geisterspiele sind ja ab 1. August Geschichte.

Wenn die Normalität auch in das Allianz Stadion wieder einkehrt, gibt es natürlich den Appell an die Fans ihre Mannschaft nur durch Applaus anzufeuern. Aufgrund des Vorfalls stehen die Rapidler wieder einmal im Mittelpunkt der Kontrollen.

Aber man muss den grün-weißen Fans auch gratulieren, sie bringen Stimmung in das Stadion, ihre Choreografie ist wirklich großartig. Aufgrund der neuen Zuschauerregelungen wird die Bundesliga sicher das Allianz Stadion ganz besonders beobachten.

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