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Edi Finger jun.

Sport

Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Corona Pandemie

Die Corona Pandemie hat schonungslos den österreichischen Sport in seine größte Krise getrieben. In den sogenannten guten Zeiten war das Sportministerium in der Regierung immer eine problemlose Tätigkeit für den zuständigen Politiker. Viele öffentliche Auftritte, bei Erfolgen gerne im Mittelpunkt der Fans. Das ist Vergangenheit. Vize-Kanzler, Sportminister Werner Kogler hat durch Corona einen völlig aus den Fugen geratenen Sport übernommen. National und international ist alles anders als gewohnt.

Die großen Fußball-Ligen haben ihren Spielbetrieb eingestellt. Geisterspiele waren früher eine Bestrafung für Vereine, bei denen es Fanausschreitungen gegeben hat. Heute sind sie mit wenigen Ausnahmen die Hoffnung Europas. Die kleine österreichische Sportfamilie ist finanziell mit den großen Nationen nicht zu vergleichen und kämpft in vielen Bereichen um das nackte Überleben. Das Sportministerium hat unseren Spitzensportlern mit neuen Regeln eine Chance für die Zukunft geschaffen. Die Verlierer sind schnell aufgezählt: Jugend-, Breiten- und Randsport. Vor allem von den Dachverbänden Union, Askö und Asvö hat man sich mehr erhofft. Breitensport ist ja grundsätzlich ihre Aufgabe.

Die internationalen Sportverbände machen dazu noch enormen Druck. Die Fußballmeisterschaft in den verschiedenen Ländern muss laut UEFA (europäischer Fußballverband) bis Juli fertig gespielt sein. Daher kämpfen jetzt viele nationale Verbände um eine Ersatz- oder Kurzmeisterschaft. Das neue Schlagwort: Geisterspiele.

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