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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Negativer Schiri-Trend

Die Sommerpause im österreichischen Fußball ist endlich Geschichte. National und international kämpfen unserer Vereine um eine gute Ausgangsposition in den verschiedenen Bewerben.

In der heimischen Bundesliga hat sich leider ein negativer Trend mit den Schiedsrichtern fortgesetzt. So viele Fehlpfiffe wie zuletzt gab es schon Jahre nicht. Ich frag mich oft, warum gibt es bei uns noch immer nicht die Video-Unterstützung für unsere wirklich schwachen Unparteiischen? In Deutschland zum Beispiel gibt es den Video-Schiedsrichter auch schon in der zweiten Liga. Viele Fehlpfiffe werden durch das Studium der Video-Überwachung verhindert, der Fußball wird einfach wesentlich fairer.

Das Argument der österreichischen Vereine sind die Kosten dieser neuen Technik. Eine Erklärung, die sicher nicht richtig ist. Ohne mit der Wimper zu zucken werfen unsere Clubs hoch bezahlte Trainer mit längerfristigen Verträge „rucki-zucki“ hinaus, allein mit diesen Summen wäre die TV-Überwachung locker zu bezahlen. Im nächsten Jahr muss der Video-Schiedsrichter in Österreich installiert werden, sonst können wir den Anspruch einer Profi Liga nicht rechtfertigen.

Neben den nicht zu verhindernden neuen Techniken muss auch die Schiedsrichter-Ausbildung neu überdacht werden. Körperlich sind die Pfeifenmänner fit wie nie zuvor, da werden pro Spiel enorme Kilometer abgespult. Der persönliche Auftritt ist leider nicht zu akzeptieren. Unsere Schiri´s präsentieren sich als selbstherrliche Menschen, mit einer an überheblich grenzende Körpersprache. Nach einem offensichtlichen Fehlpfiff wird der – zurecht protestierende Spieler – präpotent mit einer gelben Karte bestraft. Das muss sich ändern. Grundsätzlich sollte nach jeder Fußball-Runde eine ehrliche Kritik der Leistungen unserer Referees geben. Wenn ich mich zurückerinnere, waren früher unsere Schiedsrichter international anerkannt.

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