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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Dominic Thiem Österreich‘s Tennis Hero

Der unheimlich sympathische Niederösterreicher hat sich Schritt für Schritt in die Top-Liga des Tennis Sportes hineingespielt. Da braucht man kein Prophet sein, der Dominic wird sicher einmal die Nr. 1 der Welt.

Alle vor ihm platzierten Spieler Djokovic, Nadal und Federer werden sicher in absehbarer Zeit altersbedingt ihrer Karriere beenden, der als deutsche Hoffnung aufgebauten Zverev ist in einem unheilvollen Kampf mit dem Management geraten, derzeit geht bei ihm gar nichts, aber vom Talent her, ist er sicher einer der großen Rivalen von Dominic.

Der Sport hat nicht nur Sieger, sondern auch Verlierer. Der Verlierer ist Teamchef, Denker und langjähriger Freund Günter Bresnik. Dominic ist vom jugendlichen Helden zum Mann gereift, mit neuer fixer Lebenspartnerin und daher hat das Vater-Sohn Verhältnis mit Bresnik nicht mehr funktioniert. Erfreulich ist es, dass die beiden die Trennung sehr ruhig und ohne Öffentlichkeit vollzogen haben. Was wirklich vorgefallen ist, weiß nur eine Handvoll und die halten sich vornehm zurück. Aber jeder, der sich ein biss‘l im Sport auskennt weiß, dass es doch hier einiges hinter den Kulissen gegeben hat. Für Bresnik ist es menschlich sicherlich nicht ganz einfach, dass es ihm schon zum zweiten Mal passiert ist, das ein österreichischer Topspieler von ihm weggegangen ist.

Die Älteren unter den Tennisfans werden sich sicher erinnern, dass Horst Skoff sich von Bresnik getrennt hat. Bresnik war damals Trainer und Manager, genau die gleiche Situation wie bei Dominic Thiem. Dominic Thiem hat für mich nur einen einzigen Schritt gesetzt, den ich nicht verstehen kann. Er hat mit seinem Vertrag in Kitzbühel auf Olympia verzichtet. Wer weiß was Olympia für einen Werbestellenwert weltweit hat, wird mir Recht geben. Übrigens der derzeitige Trainer von Dominic Thiem, Massu, ist Olympiasieger.

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