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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

Führungsloser ÖFB

In den vergangen Tagen war für mich die Arbeit als langjähriger Sportjournalist mehr als beschwerlich. Beginnen wir beim Wien Marathon: Die von allen hochgejubelte Laufstrecke hat wieder an die 40 verletzte Läufer ins Spital gebracht; negativer Höhepunkt: der Tod eines Athleten. Auch wenn man mich jetzt in Leichtathletik Kreisen schief anschaut: der Marathon ist nichts für normal Hobbyläufer und schon gar nicht gesund. Ob es wirklich eine große Werbung ist, wenn der erste Teil des Läuferfeldes ausschließlich Sportfreunde aus Afrika sind? Um es klar zu sagen: Laufen ist gesund, aber keine Marathon Distanz, sondern normale Entfernungen zwischen 5 km und 10 km, alles andere ist gesundheitsgefährdend.

Der österr. Fußballbund hat sich wieder einmal als führungsloser, schlecht organisierter Verband deklariert. Das Cup Finale hat die selbsternannten Fußballfachleute an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht.
1. Überraschung: der 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“ mit hunderten Veranstaltungen in Wien, mit Sperren wichtiger Hauptverkehrsstraßen und großem Fest im Wr. Prater.
2. nach dem Eklat beim Derby hat selbst der dümmste Fußballfan gewusst, dass das Cupfinale mit Rapid im Austria Stadion zum Riesenproblem wird.
Am Ende hat zum Glück die Exekutive richtig entschieden und das Finale nach Klagenfurt verlegt.
Der ÖFB wäre stur beim Termin in Wien geblieben und damit ist für mich eines klar diese ÖFB Führung gehört schnellstens ausgetauscht.

Zu einer menschlichen Enttäuschung hat sich, der von mir sehr hoch geschätzte, Tennisstar Dominic Thiem entwickelt. Für den Niederösterreicher zählt nur das Geld. Ich bin ihm nicht böse, aber ich weiß, wie ich ihn einzuschätzen habe. Um es konkret zu erklären, wenn ein Sportstar für die Teilnahme an dem Kitzbüheler Tennisturnier auf Olympia verzichtet, sagt das alles über diesen Menschen. Einfach nur Geldgier, vor der Ehre.

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