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Edi Finger jun.

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Kein Pardon
Von Edi Finger jun.

ÖFB-Team

In den vielen Jahren als Sportreporter hab ich die Erfahrung gemacht, dass der Sport auf der einen Seite überaus brutal sein kann, andererseits aber doch auch eine unglaubliche Gerechtigkeit immer wieder zeigt. Letztes Beispiel: der seit 2009 amtierende Fußballpräsident Leo Windtner. Aus persönlichen Gründen - fachliche konnte es ja keine geben - hat Windtner den besten Kandidaten für die Nachfolge von Marcel Koller als Teamchef in Österreich verhindert. In Privatgesprächen hat Windtner signalisiert das „Herzilein“ neuer Teamchef werden soll, in Wirklichkeit hat er ihn aber verhindert. Die brutale Strafe für Windtner folgt auf dem Fuß. Das österreichische Trio Andi Herzog (Teamchef), Willi Ruttensteiner (Sportdirektor) und Schwimm Superstar Markus Rogan als Motivator haben das österreichische Fußballteam in der EM Qualifikation mit 4:2 förmlich zerlegt.

Besonders amüsant finde ich wie Windtner dann auf Fehlersuche geht. Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Leo, darf ich dir ganz persönlich einen Rat geben, wie du die Fehler ganz deutlich siehst? Stell´ dich vor einen Spiegel. Jeder Mensch hat das Recht Fehler zu machen, aber irgendwann ist es genug. Die Weiterverpfichtung von Marcel Koller nach dem EM Debakel in Frankreich war schon ein unverzeihlicher Irrtum, logischerweise haben wir die Qualifikation für die Fußball WM in Russland kläglich versäumt und dann der Affront gegen Andreas Herzog. Franco Foda ist sicherlich ein guter Vereinstrainer, aber „Herzilein“ wäre eindeutig die richtige Wahl gewesen. Eine Frage muss der Teamchef Franco Foda einmal ehrlich beantworten: Warum spielen einige unserer Fußballer Woche für Woche absolut top, um dann in der Nationalmannschaft klägliche Leistungen zu bieten. Man braucht kein Fußballprophet zu sein, um zu wissen, dass die EM Qualifikation realistisch nicht mehr zu schaffen ist.

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