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Von Harald Raffer

Gier nach Gold

Zur sportlichen Medaille das passende Ehrengeschenk, gestiftet vom Apothekerverband!“, ein Zitat des Autors Martin Reisenberg. Man könnte auch sagen: „Der G`spritzte hat immer Saison“. Der Dopingskandal bei der heimischen Ski-WM in Seefeld überschattet großartige Erfolge der rot-weiß-roten Athleten. In den letzten Jahren gab es immer wieder Doping-Affären – mit wenig Konsequenzen. Vielleicht sollte man Sportler zu einem Ethik-Unterricht, der 2021 in der Schul-Oberstufe eingeführt wird, verpflichten? Es wird nichts nützen. Die Gier nach Gold ist stärker. Dabei werden Spitzensportler ohnehin mit Steuermillionen gefüttert, vor allem in den Nationalsportarten – mit einem Heer von Betreuern. Den Erstplatzierten winken fette Werbeverträge. Doping ist aber unfair, unsportlich, ungesund und kriminell. Harte Strafen wie lebenslange Sperren werden kaum ausgesprochen. Ein Trainer behauptet, was alle vermuten: „In allen Sportarten nehmen Athleten verbotene Substanzen! Vom Blutdoping über Steroide, Wachstums- und künstliche Hormone, Stimulanzien, Glukokortikoide usw.“ Derzeit packen ein Sportmediziner und ein Ex-Langläufer aus, weitere Anzeigen folgen. Sogar Hans Knauß wurde 2004 überführt. Von Stefan L. (Gewichtheben) über Siegfried H. (Eishockey), Andi G. (Skisprung, Kokain), Stefan K. (Tennis), Bernhard K. (Rad) bis zu Raphael H. (Rudern). Die Liste ließe sich fortsetzen. Was aber ist mit ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel los? Bei Siegen lässt er sich mit Athleten abbilden, bei Skandalen sind immer andere schuld. Was ist mit seiner Verantwortung? Ein Schröcksnadel mit der Bezeichnung „Nadel“ im Namen? Abgesehen von dem Wortspiel: Er sollte rasch die Haube nehmen! Und wer durch den Skisport Millionen verdient, dürfte keine Funktion im ÖSV ausüben. Das ist unvereinbar! Mit oder ohne Nadel!

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