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VP-EU-Kandidat & Ex-ORF-Moderator Wolfram Pirchner
© Jakob Glasner

Aktuell | Interview

„Ich will Europa noch näher zu den Menschen bringen!“

VP-EU-Kandidat Wolfram Pirchner will europaweit den Krebs bekämpfen. Der ehemalige ORF-Moderator hat „richtig Lust auf die Politik bekommen“.

Er hat die Lust auf die Politik entdeckt und will seinen Wählern die EU „verständlicher“ machen: Der 61-jährige Ex-ORF-Moderator und Bestseller-Autor Mag. Wolfram Pirchner. Kanzler Kurz hatte ihn persönlich gefragt, ob er für die VP als Europa-Kandidat zur Verfügung stehen würde. Der gebürtige Tiroler und Mentalcouch tritt jetzt für den Seniorenbund auf dem sechsten Listenplatz an. Im Gespräch mit „Das Wien“ erläutert Pirchner seine Gründe.

Das Wien: Herr Mag. Wolfram Pirchner. Sie waren ein erfolgreicher ORF-Moderator, sind Bestseller-Autor, Mental-Trainer, Ex-Dancing-Star und zweifacher Romy-Preis-Träger. Sie haben auch schon für die VP in Niederösterreich kandidiert und sind jetzt einer der VP-Spitzenkandidaten für die bevorstehende EU-Wahl. Warum gehen Sie in die Politik? Oder anders gefragt – warum tun Sie sich das an?
Pirchner: Ich habe Lust auf Politik! Ich habe intensiv nachgedacht, was ich persönlich einbringen kann, für Europa und für die Österreicherinnen und Österreicher, für die ich arbeiten will. Und was ich immer wieder bemerke ist, dass sich viele schlecht informiert fühlen über die Themen die in Brüssel besprochen werden. Mein Ziel ist, Europa näher zu den Menschen bringen und vor allem leichter verständlich zu machen.

Das Wien: Sind Sie auf dem sechsten Listenplatz mit 61 Jahren ein „Zugpferd“ für die Seniorinnen und Senioren? Und Sie setzen sich für die Generation 50+ ein?
Pirchner: Mit 60 ist man zu jung um alt zu sein. Bis 2030 machen wir Seniorinnen und Senioren fast die Hälfte der Gesellschaft aus. Wir brauchen daher auch eine starke Stimme auf allen politischen Ebenen. Ich weiß durch meine jahrelange Kommunikationserfahrung ganz genau, wie wichtig es gerade für die ältere Generation ist, die Themen, die in der EU besprochen werden, ordentlich zu erklären und zu übersetzen.

Das Wien: Was halten Sie von Othmar Karas?
Pirchner: Othmar Karas ist unser Kapitän, weil er das vielfältige Team der Volkspartei anführt. Er ist ein erfahrener Europäer. Wenn man sich umhört und der Name Karas fällt, weiß man um die Kompetenz dieses Mannes.

Das Wien: Nicht jeder Quereinsteiger war in der Politik erfolgreich – das betrifft ehemalige ORF-Kollegen. Schreckt Sie das nicht ab?
Pirchner: Ich konzentriere mich auf meinen Weg. Ich habe mich entschieden in die Politik zu gehen und mit 61 einen Neubeginn zu wagen. Ich kenne meine Begeisterungsfreude und meiner Meinung nach hängt es davon ab, wie sehr du für etwas brennen kannst. Dann denkst du nicht daran, wie es die anderen gemacht haben, sondern schaust nur auf deinen eigenen Weg.

Das Wien: Welche Ziele und Visionen verfolgen Sie bzw. was möchten Sie in der EU ändern oder weiter vorantreiben?
Pirchner: Europa muss sich auf das wesentliche fokussieren: Es muss Rahmenbedingungen schaffen, damit wir alle in Frieden, Sicherheit und Stabilität leben können. Ich will Seniorinnen und Senioren ein „aktives Altern“ in hoher Lebensqualität ermöglichen. Damit wir Älteren neugierig und mobil bleiben können und unseren Erfahrungsschatz und unser Know-How einbringen können.

Das Wien: Standen Sie als gebürtiger Tiroler immer schon der VP nahe?
Pirchner: Ich bin in Tirol mit einem sozialdemokratischen Papa und einer tiefschwarzen Mutter aufgewachsen. Trotz der unterschiedlichen politischen Positionen meiner Eltern, sind wir zu Hause immer wertschätzend miteinander umgegangen. Zu Hause haben wir viel über Politik gesprochen, meine Eltern haben mich aber nie in die eine oder andere Richtung beeinflusst. Meine Identifikation mit der Volkspartei war persönlich motiviert. Der ausschlaggebende Grund, dass ich mich entschieden habe selbst politisch aktiv zu werden, war dann in erster Linie Sebastian Kurz und der neue Stil, den er in die Volkspartei gebracht hat.

Das Wien: Ein Wort zum SP-EU-Kandidaten Schieder und zum Grünen Kogler?
Pirchner: Ich schätze grundsätzlich jeden politischen Mitbewerber, auch wenn wir nicht dieselben politischen Ideen verfolgen.

Das Wien: Sie wollen Europa spürbar und erlebbar machen. Wie wollen Sie das angehen? Und wie wollen Sie die Menschen dafür begeistern?
Pirchner: Ich möchte der Botschafter der Idee Europa in Österreich sein – und ich will die Anliegen der Österreicher in Brüssel vertreten. Ich spüre auf der Straße tagtäglich, dass „die EU“ oft nicht greifbar ist für die Leute. Ich denke daher, dass es wichtig ist den Menschen bodenständig zu begegnen und komplexe Inhalte durch eine einfache Sprache so zu vermitteln, dass sie für jede Frau und jeden Mann nachvollziehbar werden.

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