Aktuelles

vl.: Michael Gebauer, GF der WBV-GPA (Bauträger Studierendenheim); StRin. Ulli Sima; Michael Strebl, GF-Wien Energie; Robert Grüneis, GF-ASCR.
© PID/Houdek

Aktuell

Häuser steuern die Energie der Stadt

Studierendenheim in Aspern steuert vollautomatisch seinen Energieverbrauch und handelt an der Strombörse – Potential für die ganze Stadt.

Das Studierendenheim GreenHouse in der Seestadt Aspern verbraucht, steuert und handelt seine Energie vollautomatisch – und es springt flexibel ein, um das Stromnetz zu stabilisieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts ASCR werden vernetzte Gebäude in den Regelenergiemarkt integriert. Anhand erster erfolgreicher Energie-Transaktionen in Aspern wird das Marktpotenzial für Wien sichtbar.
Wenn 20 Prozent der Gebäude in Wien mit ASCR-Technologie ausgestattet werden, kann ein jährlicher Gewinn von 30 Millionen Euro generiert werden – das zeigen erste Berechnungen. So kann Energie im Sinne des Klimaschutzes effizient, CO2-neutral und ertragreich für die Stadt und die BewohnerInnen eingesetzt werden“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke.
Möglich macht diesen Austausch ein Energiepool-Manager. Zukünftig werden solche auch Zehntausende private Solaranlagen und Wärmepumpen intelligent aufeinander abstimmen.

Durch den Einsatz dieser Energie-Management-Systeme sind deutliche Kosteneinsparungen möglich. Großen Einfluss auf die Kostenersparnis haben die Dynamik der variablen Strompreise und die Qualität der Prognosen. Das Studierendenheim spart etwa durch den effizienten Einsatz eines Batteriespeichers und der Vermeidung von Strombezug zu Netzspitzenzeiten bis zu 5.000 Euro pro Jahr an Energiekosten. Auch Testabrufe von Strom-Flexibilitäten zur späteren Verwendung als Regelenergie wurden erfolgreich durchgeführt. Je nach Marktlage kann Energie ins Netz gespeist oder aus dem Netz entnommen werden, das resultiert in finanzieller Abgeltung.

› zum Artikel

Zurück