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Mag. Johann B. B. Gudenus
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Politik

Gudenus: „Bei der EU-Wahl stehen unsere Chancen gut“

Der geschäftsführende Klubobmann der Freiheitlichen zeigt sich über die Wiedereinführung von leistungsorientierten Ziffernnoten erfreut.

Nach der Ermordung einer 16-Jährigen durch einen jungen Asylanten fordert er eine nächtliche Ausgangssperre für Flüchtlinge, spricht von unkontrollierten Auszahlungen an Asylanten in Wien und attestiert der Bundesregierung eine Politik mit „Herz, Hirn und Hausverstand“: Nationalrat Mag. Johann B. B. Gudenus, geschäftsführender Klubobmann der FP im Parlament. Bei der EU-Wahl im kommenden Jahr sieht der „blaue“ Politiker im Gespräch mit „Das Wien“ gute Chancen für den freiheitlichen Spitzenkandidaten.

Das Wien: Wie beurteilen Sie die Chancen für die EU-Wahl – wer wird Spitzenkandidat? Und welche Erwartungen hegen Sie?
Gudenus: Die Chancen stehen gut. Die FPÖ ist in Österreich die einzige Partei gegen EU-Zentralismus und für mehr Souveränität der Nationalstaaten. Wir sind dort für mehr Europa, wo es wichtig ist, etwa beim Schutz der EU-Außengrenzen. Unser Bundesparteiobmann und Vizekanzler HC Strache hat schon gesagt, dass er sich unseren Generalsekretär und EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky als Spitzenkandidaten wünscht. Die Nominierung durch die Gremien findet im Jänner statt.

Das Wien: Sie haben auf Facebook eine siebenköpfige Familie wegen der Mindestsicherung kritisiert – 2000 Euro „fürs Nichtstun“. Wie erklären Sie das – es gab deshalb zahlreiche Hasspostings….
Gudenus: Die aktuellen Mindestsicherungszahlen haben gezeigt, dass diese Familie noch wesentlich mehr bekommt – und zwar ohne einen einzigen Tag hier gearbeitet beziehungsweise in das System eingezahlt zu haben. Daher reformieren wir jetzt in der Bundesregierung die Mindestsicherung. Wir wollen Fairness für Österreich und gleichzeitig die Zuwanderung in unser Sozialsystem eindämmen. Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung werden künftig mehr bekommen, Asylberechtigte ohne Deutschkenntnisse und Integrationswillen weniger.

Das Wien: Was sagen Sie zum „Ausrutscher“ bzw. den sexistischen Aussagen des designierten Tiroler SP-Chefs Dornauer über eine erkrankte grüne Abgeordnete?
Gudenus: Dieser Sager zeigt die Scheinheiligkeit innerhalb der SPÖ auf. Wäre das bei einem Politiker einer anderen Partei passiert, wäre die Empörung bei der SPÖ groß gewesen. So versucht man die Causa unter den Teppich zu kehren und zu beschwichtigen.

Das Wien: Nochmals zur Wiener Wahl, die vermutlich doch erst 2020 stattfinden wird. Sie scheinen der Kandidat der FP zu werden. Wie wollen Sie punkten?
Gudenus: Ich gehe ebenfalls davon aus, dass wir 2020 wählen werden. Wer letztendlich Spitzenkandidat wird, werden wir gemeinsam zeitgerecht festlegen. Wenn man sich in Wien umschaut, sind die Themen klar. Die von der SPÖ betriebene Massenzuwanderung in das Sozialsystem, die Integrationsprobleme in den Schulen, unter denen die österreichischen Kinder leiden, der rote Krankenhaus Nord Skandal sind nur einige Beispiele, die die Wienerinnen und Wiener beschäftigen.

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