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Dr. Belakowitsch im Interview mit "DAS WIEN"
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FPÖ-Wien Spitzenkandidatin Dagmar Belakowitsch im Interview

Dagmar Belakowitsch, blaue Spitzenkandidatin zur Nationalratswahl in Wien, ist für ihre direkten und unverblümten Worte bekannt.

Im Gespräch mit "DAS WIEN" spricht sie über Persönliches, skizziert die Situation ihrer Heimatstadt und spart dabei nicht mit Kritik.

Das Wien: Was bringt eine standhafte Politikerin wie Sie auf die Palme?
Dagmar Belakowitsch: Beruflich oder privat?

Das Wien: Sowohl als auch.
Dagmar Belakowitsch: Ich bin ein sehr ordnungsliebender Mensch, aber das gelebte Chaos auf meinem Schreibtisch beflügelt mich. Was mich aber betroffen und wirklich nachdenklich macht, ist so manches Schicksal, das ich persönlich erlebt habe. Man hat manchmal das Gefühl, als ob es keine ausgleichende Gerechtigkeit im Leben gäbe. Im politischen Umfeld erstaunt mich so manche Wendehälsigkeit. Einen Irrweg zu erkennen und dann zu korrigieren ist ja in Ordnung. Aber so zu tun, als ob man schon immer einer roten Linie gefolgt sei, ist nicht ehrlich.

Das Wien: Das klingt etwas kryptisch. Haben Sie dazu ein Beispiel?
Dagmar Belakowitsch: Die ÖVP und ihre Haltung – oder eben Nicht-Haltung – zur Zuwanderungs- und Migrationspolitik. Noch 2015 hat der damalige Integrationsminister Kurz gemeint, „der durchschnittliche Zuwanderer von heute ist gebildeter als der durchschnittliche Österreicher“ und „der Islam gehört zu Österreich“. Danach hat er eine komplette Kehrtwende gemacht und ist draufgekommen, dass man mit der Wahrheit, die ganz anders aussieht, auch die Menschen ansprechen kann. Und heute will er wiederum illegale Asylwerber in die Lehre schicken – das ist ein Freibrief für deren Bleiberecht.

Das Wien: Was denken Sie, wenn Sie heute durch Wien gehen?
Dagmar Belakowitsch: Die Stadt hat sich sehr verändert, vieles leider zum Schlechten. Ich bin im sechsten und achten Bezirk aufgewachsen und habe mit 20 Jahren meine erste eigene Wohnung in Ottakring bezogen. Als Kinder durften wir noch alleine in den Park gehen, um zu spielen. Es gab Parkwächter, die für Ordnung sorgten und Respektspersonen waren. Heute ist das nicht mehr möglich. Jugendbanden haben die Parks und Straßen erobert, es gibt diese Sicherheit und die damit verbundene Freiheit, die wir damals noch verspürten, nicht mehr.

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