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Drogen­kriminalität in Wien: Anzeigen gegen Afghanen nehmen weiter zu

Österreich - und da speziell Wien - war und wird auch weiterhin aufgrund der geografischen Lage an der Balkan-Route ein Transitland und Umschlagplatz für illegale Drogen und Sitz verschiedenster multinationaler Tätergruppierungen sein. Zusätzlich sind die Auswirkungen der Migration spürbar. Wenig überraschend spiegelt sich der hohe Anteil an fremden Tatverdächtigen in der Statistik wider, heißt es im FP-Pressedienst.

Im ersten Halbjahr gab es in ganz Wien mit 3055 Anzeigen gegen Ausländer zwar einen leichten Rückgang gegenüber 3585 Anzeigen im Vergleichszeitraum des Vorjahres, regelrecht explodiert sind die Anzeigen aber bei afghanischen Staatsangehörigen (800 Prozent im 3. Bezirk) und bei Nigerianern (fast 38 Prozent mehr im 1. Bezirk, 22 Prozent im 2. Bezirk, 100 Prozent im 4. Bezirk, 175 Prozent im 5. Bezirk, 75 Prozent im 6. Bezirk, fast 117 Prozent im 9. Bezirk, 275 Prozent Steigerung im 15. Bezirk). In Wien-Neubau gingen zwar die Prozentzahlen zurück, doch mit 72 Anzeigen gegen nigerianische Staatsangehörige gegenüber 156 im Vergleichszeitraum des Vorjahres ist die Zahl immer noch höher als in den anderen Wiener Bezirken.

Anzeigen gegen Inländer hat es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Wien 2577 gegeben, 2896 waren es noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In die Top-10-Nationen bei Konflikten mit dem Suchtmittelgesetz rutschten im ersten Halbjahr 2018 in Wien neben Afghanistan auch Algerien, Somalia, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Syrien und die Türkei. Wobei zu beobachten ist, dass es in den Innenbezirken von Wien mehr Anzeigen gegen afghanische und afrikanische Staatsangehörige gibt, während in den Randbezirken osteuropäische Länder stärker vertreten sind. In Floridsdorf (21. Bezirk) haben die Anzeigen gegen polnische Bürger um 600 Prozent zugenommen, gegen rumänische um 100 Prozent.

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