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Prof. Stefan HAWLA, MBA MAS
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Aktuell | Interview

Der Fonds für temporäres Wohnen

Ein Vorzeigeprojekt der Stadt Wien

Das Wien: Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um bei Ihnen einzuziehen?
Hawla: Berechtigt ist, wer sich in einer für sich prekären Lebenssituation befindet. Wobei die Definition dieser selbstverständlich dem jeweiligen Bewerber überlassen ist. Nach Prüfung der Unterlagen und des Sachverhaltes durch das Vergabeteam geht die Übergabe in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Im statten. Damit helfen wir zum Beispiel rasch und unbürokratisch Frauen, die etwa durch häusliche Gewalt den gemeinsamen Wohnsitz verlassen mussten.

Das Wien: Wie kann der Fonds mit seinem Angebot auch weiterhin - bei wachsenden Mitbewerbern - bestehen?
Hawla: Der Fonds erfüllt gemeinnützige Tätigkeiten, die von keinem anderen gewerblichen Anbieter bewerkstelligt werden können. Durch seine Gemeinnützigkeit ist er aufgerufen, die oben angeführten Personengruppen bestmöglich zu unterstützen und diesen eine Rückkehr in ein geregeltes Leben zu ermöglichen. Er kann seinen finanziellen Verpflichtungen (Gehälter, Renovierungen, Sanierungen etc.) nun seit Jahrzehnten ohne Subventionierungen der Stadt Wien oder der Sozialpartner tätigen. Große Unterstützung erfährt der Fond durch den Aufsichtsrat (AK, ÖGB, WWK, IV) und seine im Statut gereglte Präsidentschaft, die immer durch den jeweiligen Finanzstadtrat der Stadt Wien, nunmehr KommR Peter Hanke, gewährleistet ist.

Das Wien: Gibt es besondere Regeln für die Bewohner dieser gemeinnützigen Apartments?
Hawla: Ja, im Fonds ist die Mindestmietdauer mit sieben Monaten festgelegt. Höchstens jedoch drei Jahre. Die Auslastung beträgt nun schon seit Jahren rund 95 Prozent, was uns auch ermöglicht rasch zu helfen. Die mitverwalteten Apartments der MIGRA unterliegen keiner Höchstnutzungsdauer.

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