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Vom Politstar zum Prügelknaben

Die Nerven in der FPÖ flattern. Offene Grabenkämpfe in der Bundespartei und auch in den Landesorganisationen machen auf den „echten“ FPÖ-Wähler ein schlechtes Bild. Dazu kommt vor allem der jämmerliche Umgang mit dem vorverurteilten H.C. Strache und seiner Frau Philippa, obwohl alle behaupten, es würde die Unschuldsvermutung gelten.

Die öffentlich zur Schau getragene Vorverurteilung von H.C. hat ein neues Maß angenommen, fast jeder Blaue auf Bundes- oder Landesebene kehrt ihm den Rücken und spart dabei nicht mit seltsam anmutenden Ratschlägen und Tipps. Klar ist, Ibiza durfte nie passieren, klar die Spesen-Geschichte darf so nie passieren, weder Hofer noch Kickl waren im Stande nach der Veröffentlichung in der Wahlwoche zu reagieren und zumindest einen Versuch der Aufklärung zu starten. Ja, sogar die farblosen Waldhäusl und der bislang eher erfolglose Darmann suchen Aufmerksamkeit und hoffen in der Presse vorzukommen. Diese Leute sind erst unter seinem Kielwasser politisch an die Oberfläche gespült worden.

Und in Wien können sich Ludwig und Blümel auf die kommende Wahl freuen, denn die FPÖ-Wähler werden den Strache-Nachfolger Nepp, der mit keiner eigenen Meinung ausgestattet und gänzlich unbekannt ist, empfindlich abstrafen. Glaubt man der größten Tageszeitung ist ein Antreten von Strache - bei keiner gerichtlichen Verurteilung - mit einer eigenen Liste so gut wie sicher und er könnte auf Anhieb in Wien auf 7 bis 10 % kommen. Laut Insidern gibt es sogar rund ein „Dutzend“- noch in der FPÖ verbleibende Spitzenfunktionäre sowohl auf Bundes- als Landesebene - die sofort zu Strache wechseln würden.

Die vor den Nationalratswahlen zur Schau getragene Einigkeit hat nun ein Ende. Die Grabenkämpfe zwischen Neo-Obmann Hofer und Kickl sind intern - nach Aussage einiger Mandatare - voll entbrannt.

Hofer soll als dritter Nationalratspräsident ruhig gestellt werden und dort seinen Versorgungsposten absitzen. Kickl hingegen soll bereits die Zügel in der Hand haben und an der neuen Machtaufteilung in der FPÖ arbeiten.

Übrigens: Faschingsbeginn ist am 11.11. um 11 Uhr 11.

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