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Kunaseks Träume

Nach dem bevorstehenden Abgang der besonders „cool“ wirkenden VP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler ins EU-Parlament „entschwebt“ der Bundesregierung bald ein weiteres Mitglied – Heeresminister Mario Kunasek. Er vertschüsst sich, wie „Das Wien“ trotz heftiger Dementis bereits berichtete, Richtung Steiermark. Dort träumt der Noch-Minister vom Landeshauptmann-Sessel. Dass dieser für Herrn Kunasek, den die meisten Österreicher nicht einmal dem Namen nach kennen, mindestens eine Schuhnummer zu groß sein dürfte, beweist er mit seinen Aussagen selbst – er würde auch auf dem Stuhl des Landeshauptmann-Stellvertreters Platz nehmen. Oder darf`s auch ein Landesrat sein? Der gebürtige Niederösterreicher Hermann Schützenhöfer bleibt für die Steiermark-LH-Wahl im nächsten Jahr haushoher Favorit. Und wie sieht es mit unserem Heer aus? Es hagelt vernichtende Kritiken über den Zustand unserer tapferen Vaterlandsverteidiger! Und Kunasek ist nicht erst seit gestern im Amt – offensichtlich ist es ihm nicht gelungen ein entsprechendes Budget für sein Ressort zu lukrieren. Aber natürlich macht das Abschreiten von Ehrengarden und Soldatenformationen einfach mehr Spaß. Wie auch dem Herrn Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen. Er ist ja als Ex-Grüner Österreichs „oberster Soldat“. Und man staunt auch immer wieder über Zeigefinger-Übungen des geschätzten Staatsoberhauptes. Wenn einem „blauen“ Politiker eine unsägliche Aussage entrutscht, ruft der Mann in der Hofburg zur Ordnung, meist durchaus zu recht! Oftmals aber hört man nichts vom Zigaretten vernichtenden Hundeliebhaber, wenn andere Parteien mit verbalen Rülpsern auffallen, wie etwa vom SP-Chef in Tirol oder zuletzt von einigen SP-Funktionären in Kärnten. Dort bezeichnete etwa ein roter Betriebsrat den Bundeskanzler als „Nobelhure der Neonazis“. Der ebenso nicht sonderlich bekannte Kärntner SP-Nationalrat Knes, der oft durch Abwesenheit im Parlament glänzt, sieht in FP-Wählern (bei einem wieder gelöschten Posting) „kranke Menschen“. Oder was war mit dem geschmackloser Witz der Klagenfurter Bürgermeisterin oder einem unter Schlepperverdacht geratenen Ex-Grünen?

Groteske der besonderen Art: Der Neos-Abgeordnete Gerald Loacker hat seinen „neuen“ Hauptwohnsitz per neuer App problemlos ins VP-Regierungsgebäude am Stubenring 1 in Wien verlegt. Eine im Meldegesetz verlangte Bestätigung durch den Unterkunftgeber war nicht erforderlich. Loacker sprach von einem Test der kürzlich von der Regierung so gelobten App „Digitales Amt“. Dafür hat er sich jetzt eine Anzeige von Wirtschaftsministerin Schramböck eingehandelt. Wie auch immer – hoffentlich melden sich jetzt nicht zahlreiche Österreicher bei den „Lieblingsministerien“ ihrer Wahl an….

Und wie geht es unserer lieben Post? Dort beschimpfte der Herr Vorstandsdirektor Georg Pölzl kritische Medien und erklärte „dass wir bespitzeln, ist Bullshit“. Aber, aber Herr Direktor und Gagenkaiser (1,7 Millionen Euro Jahresgehalt!): Was ist Bullshit? Dabei wurde Kunden eine Parteiaffinität zugeschrieben, die aus Wohnort, Alter und Geschlecht errechnet worden ist. Die sei doch seit vielen Jahren Praxis. Na servas! Selbst die Hobbys wurden ausgeforscht und damit ein Millionengeschäft gemacht. Was ist das dann? Statt sich ordentlich zu entschuldigen, spricht der Postgeneral von einer „Empörungsgesellschaft“. Empören könnte man sich über den nicht zu rechtfertigenden Jahresgehalt dieses feinen Mannes und sich die Frage stellen, warum er eigentlich so viel kassiert? Warum weitere Postämter schließen und es manchmal kaum nachvollziehbare Personaleinsparungen gibt? Das ist Bullshit, Herr Pölzl! Neue Uniformen machen noch keine neue Post!

Und unsere Fußballklubs und der ÖFB sind verärgert, dass sie für zusätzliche Polizeieinsätze bei Matches zahlen sollen. Eine Pflicht, die beinah jeden Organisator einer kleinen Veranstaltung trifft. Der ÖFB sollte nach dem Israel-Spiel ohnehin leiser treten – gewisse Funktionäre mögen auch schleunigst abtreten.

Ach ja – und unsere wackeren Grünen? Da sorgt EU-Kandidatin Sarah Wiener für Wirbel. Die wackere Promi-Köchin, die in der EU „ordentlich umstechen“ will, hat für ihren Bio-Bauernbetrieb satte 317.00 Euro an EU-Geldern kassiert. Natürlich „völlig legitim“. Dabei fordert die hinter Werner Kogler gereihte Dame die Abschaffung von Agrasubventionen. Da kenne sich noch einer aus. Geld stinkt halt nicht. Und eine Fusion zwischen Jetzt und Grüne bei der EU-Wahl? Nichts als ein reiner PR-Gag für beide Parteien – auch für den Jetzt-Kandidaten und Ex-Grünen Voggenhuber, der eine „fette“ Politikerpension bezieht. Auch das konnte man schon in „Das Wien“ nachlesen…

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