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Criticus

Kriminal-Komödie

Da streiten sich die Leute herum, wohl um den Wert des Glücks. Der eine heißt den anderen dumm, am End weiß keiner nix“, heißt es im bekannten Hobellied von Ferdinand Raimund. Unwillkürlich fallen einem diese Zeilen ein, wenn man an die Pseudo-Entführung in Eisenstadt denkt - mit zwei verfeindeten „blaublütigen“ Familien. Schließlich geht es um ein Milliardenvermögen samt Schlössern, Wäldern und Besitzungen. Also um viel Geld! Und um eine betagte Dame, die glücklicherweise plötzlich doch kein Entführungsopfer sein sollte. Ein nicht gerade freundliches „Match“ zwischen Stiftungschef Generaldirektor Stefan Ottrubay und Paul-Anton Esterhazy, der den filmreifen „Abtransport“ der alten Frau mitten auf einer Straße und vor den Augen einer Pflegerin alles andere als „besonders nobel“ empfindet. Da man zuerst an ein Gewaltverbrechen mit Erpressung denken musste, gab es für die heimische Exekutive Großalarm! Mit zahlreichen Polizisten, Straßensperren und nächtlichem Hubschrauber-Einsatz. Wer zahlt diesen gewaltigen Aufwand für diese „Komödie“? Das dürfte keinesfalls der Steuerzahler sein! Vielleicht weiß das aber ein Herr Josef Kalina, Sprecher von Direktor Ottrubay, ehemaliger SP-Politiker und Ex-Sprecher von Ex-Kanzler Klima. Kalina gilt auch als möglicher „Ideengeber“ für den misslungenen Medienauftritt des damaligen Kanzlers in Gummistiefeln bei einem Hochwasser.

Bleiben wir beim „klingenden“ Namen Klima. Die Ex-Gattin des ehemaligen roten Kanzlers sorgt durch ihre Bestellung zur Chefin der Wiener Hofreitschule weiterhin für Grabenkämpfe hinter den Kulissen dieser bekannten Institution. Und einen wahren „Bereiter-Krieg“. Nach Sonja Klimas Ernennung ist der vierköpfige Beirat, der eine andere Persönlichkeit an die erste Stelle gereiht hatte, im wahrsten Sinne „davongaloppiert“. Jetzt gibt es Anzeigen – auch gegen eine ehemalige Weltklasse-Reiterin, die laut Medienberichten Punkterichter beeinflusst haben soll – zum Wohle ihres reitenden Töchterchens. Für sie gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Wesentlich schwerwiegender war, politisch gesehen, der Rücktritt des ehemaligen VP-Ministers und Pharmaunternehmers Martin Bartenstein als Aufsichtsrat. Insider munkeln, dass Bartenstein, Vertreter der „alten“ VP-Garde und Mitterlehner-Freund, Kanzler Kurz einfach eines „auswischen“ wollte. Schließlich gehört die Hofreitschule zum Ressort der Kurz-Vertrauten Landwirtschaftsministerin Köstinger.

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